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Luckenwalde Hortneubau für drei Millionen Euro geplant
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18:09 07.11.2018
Laut Entwurf ein Teil des Innenraumes im Hort mit Blick nach draußen zur Mensa. Quelle: pha Architekten BDA
Luckenwalde

Am Luckenwalder Schulkomplex in der Jahnstraße plant die Stadt ein millionenschweres Vorhaben. Für knapp drei Millionen Euro soll neben der Mensa ein neuer Hort für 250 Kinder entstehen. Mit zwei Beschlüssen haben die Stadtverordneten am Dienstagabend grünes Licht dafür gegeben.

Zum einen soll der Entwurf des Büros PHA Architekten BDA aus Potsdam Grundlage für die weitere Planung sein. Zum anderen stimmten die Stadtverordneten der Bereitstellung von außerplanmäßigen 260.000 Euro zu. Sie sollen für weitere Planungsleistungen ausgegeben werden.

Direkt quer zur Mensa soll der Hort-Neubau angedockt werden. Quelle: Elinor Wenke

Vier Büros waren mit einem Vorentwurf beauftragt worden. Vorgegeben waren ein Baufeld rund um die Mensa mit einer Gesamtspielfläche von 900 Quadratmetern, mit einem Kinderrestaurant, Sanitäranlagen, Personalraum und barrierefreier Zugänglichkeit. Eine Jury aus Verwaltungsmitarbeitern kürte den Sieger-Entwurf.

Der Hort soll bereits im August 2020 in Betrieb gehen. „Ein ambitionierter Zeitplan“, räumte Sonja Hermann vom Sieger-Büro PHA Architekten BDA ein. Sie stellte den Stadtverordneten den Vorentwurf für eine Art „Campus“ vor. Demnach soll ein dreigeschossiges Gebäude in Holzbauweise direkt quer an die Mensa angedockt werden.

Während im Erdgeschoss ein Kinderrestaurant, Bewegung und soziales Leben im Fokus stehen, soll im ersten Geschoss Platz für Sprache, Kommunikation, Forschen und Lernen sein. Das zweite Geschoss beherbergt einen kreativen Bereich für Musik und Kunst.

Flure als Erlebnisbereiche

Die Flure sollen nicht lediglich der Erschließung dienen, sondern Erlebnisbereiche werden – mit Kletterwand, Lümmelnischen, geschwungenen Gängen oder Sitzstufen. Das Außengelände soll modelliert und im Niveau der Schule und Mensa angeglichen werden. Bis zu den Sommerferien 2019 soll die Baustelle eingerichtet sein, um dann ein Jahr Bauzeit zu nutzen. „Sie müssen möglichst bald alle in die Arbeit kriegen“, gab Sonja Hermann der Stadt mit auf den Weg.

Obwohl Betreuungsplätze dringend benötigt und auch gewünscht sind, taten sich die Stadtverordneten schwer mit ihrem Beschluss. Christoph Guhlke (CDU) monierte, dass die Zeit zum Studieren der Unterlagen zu kurz gewesen sei. „Es gab mehrere Entwürfe, die wir nicht kennen. Wir sollten uns die Zeit nehmen und vernünftig in den Ausschüssen diskutieren“, sagte er. Der Antrag seiner Fraktion, den Beschluss in die Fachausschüsse zurückzuweisen, wurde jedoch abgelehnt.

Hinweise und Befindlichkeiten

Erik Scheidler (Linke) war zunächst auch zögerlich, räumte er ein. „Wir waren über die anderen Entwürfe nicht informiert“, sagte er, „doch andererseits brauchen wir schnell den Hortneubau.“ Man werde für die Ausführungsplanung Hinweise mit auf den Weg geben.

Harald-Albert Swik (SPD) wünscht sich neben einem Aufzug eine bessere Integration von Rollstuhl-Kindern; Manfred Thier (Linke) bat um eine Prüfung der Platzverhältnisse im Außenbereich. Stadtverordnetenvorsitzende Heidemarie Migulla (Linke) glättete die Wogen: „Es geht heute um einen Entwurf. In die weitere Planung sind alle eingebunden.“

Von Elinor Wenke

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