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Luckenwalde Jugendliche wollen endlich eine Disco
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18:35 14.03.2019
Zahlreiche junge Luckenwalder waren zum Rathaus gekommen. Sie wünschen sich eine Disco in der Stadt. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Viele Luckenwalder Jugendliche wünschen sich sehnlichst eine Disco in ihrer Stadt. Und diesen Wunsch brachten sie vielstimmig am Mittwochabend im Rathaus vor. Dem Initiator Maximilian Reschke (16) war es gelungen, über Freunde und die Whats-App-Gruppe „Disco in Luckenwalde“ mehr als 20 junge und ältere Mitstreiter in den städtischen Bildungsausschuss zu locken.

„Wir wünschen uns eine Disco, wollen Freunde treffen, Spaß haben und feiern“, sagte der 16-Jährige. Für seine Generation werde derzeit in Luckenwalde wenig geboten. „Die BMX-Trails sind heruntergekommen, das Freibad nur im Sommer geöffnet“, erklärte er. Bibliothek, Museum, Therme, Theater und Kino reißen die jungen Leute offensichtlich nicht vom Hocker.

Konkrete Standorte im Blick

Die Jugendlichen hatten sich schon konkrete Gedanken über potenzielle, leer stehende Objekte gemacht. Genannt wurden das Bergschlösschen, der Tanzpalast, das alte Stadtbad, die Mendelsohnhalle oder aber „die alte Pflasterbude im Biopark“, womit zweifellos die Gewerbe-Ruine vom Human Biosciences gemeint ist.

Volljährige Rückendeckung gab es von Jochen Kubick. „Ich kann mich noch gut an meine Jugend und die Veranstaltungen im damaligen G-Haus erinnern und interessiere mich noch heute für Kultur“, sagte der 53-Jährige und forderte mehr kulturelle Angebote für die Jugend.

Bürgermeisterin überrascht

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) schien von der geballten Jugend auf der Gästebank überrascht und reagierte eher verhalten. Die Jugend müsse konkreter formulieren, welche Art Freizeitstätte sie wollen. „Eine Disco in einem Wohngebiet zu installieren, dürfte kaum möglich sein, die rechtlichen Hürden sind hoch“, sagte sie und verwies auf das Recht auf Nachtruhe und Lärmschutz. Es werde keine städtische Disco geben und eine privatwirtschaftliche müsste sich für den Betreiber rechnen.

Kerstin Reiter (52) verwies auf den Einfluss der Stadt. „Für eine Baugenehmigung vom Kreis muss die Stadt ihr Einvernehmen erteilen und sie müsste doch daran interessiert sein, ihre Jugend zu behalten“, sagte sie. „Wir sind damals tanzen gegangen, haben Freunde getroffen und Partner kennengelernt. Das fehlt heute.“

Verheißungsvolle Aussichten

Es gab aber auch verheißungsvolle Aussichten aus dem Publikum. So wollen potenzielle Betreiber und der Eigentümer im Tanzpalast Mauerstraße eine Disco etablieren und die Bowlingbahn am Volltuchgelände wieder beleben. Doch diese Vorhaben müssen erst ein Genehmigungsverfahren durchlaufen.

Von Elinor Wenke

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