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Luckenwalde Stilmix unter freiem Himmel
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16:27 12.08.2018
Band 200puls Quelle: Antonia Engel
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Luckenwalde

 Die Musiksession am Music Shop in Luckenwalde bot am Freitagabend alles was man zu einem guten Abend braucht – Bier, Essen und Musik in diversen Stilrichtungen. Die Idee zu diesem Event entstand aus einer Sektlaune heraus, „am Entenkacksteg“, wie der Veranstalter und Besitzer des Musik Shops, Jörg „Bulli“ Unger, den Steg im Nuthepark lächelnd bezeichnet. Vor neun Jahren gab es zum ersten Mal die Session als kleines Fest, mit nur einem Bierwagen, der damals sogar noch zusammenbrach. „Wir hatten doch keine Ahnung vom Bierausschenken, wir sind Musiker“, erzählt Unger.

Veranstaltung kam von Anfang an gut an

Die Veranstaltung kam unerwartet gut an und ist seitdem stark gewachsen. Die Kunden des Musik Shops reißen sich förmlich darum,auftreten zu dürfen – und das, obwohl sie ohne Gage spielen. Für viele junge Bands ist es die Möglichkeit, ihre Musik unter die Leute zu bringen und Kontakte zu knüpfen. Andere Gruppen spielen einfach zum Spaß und für die Sache.

Publikum Quelle: Antonia Engel

Die Band 200 Puls gründete sich sogar extra nur für diesen Auftritt. Keyboarder und Gitarrist Sven Kastner trommelte Musiker verschiedenster Richtungen zusammen, um Ungers Veranstaltung zu unterstützen. „Er hilft uns Musikern mit seinen Preisen, daher möchten wir ihm hier mit unserer Musik auch helfen“ sagt Simon Stalter, Sänger der Band. Den Namen prägte übrigens Schlagzeuger „Schulta“, der dieses Jahr Bühnenpremiere hatte und vorher immer wieder betonte, dass er am Freitag bestimmt 200 Puls haben werde.

Hilfe von der Stadt und vielen Freunden

Den hat auch Unger. „Wenn die Veranstaltung läuft, kann man mir ein Bein abschlagen und ich würde das nicht bemerken“, sagt er. Den ganzen Abend ist er auf Trab, erst nach dem letzten Auftritt könne er richtig durchatmen. „Viele glauben immer gar nicht, dass die Veranstaltung von einer Privatperson organisiert wird.“ sagt Unger. Umso dankbarer sind er und sein Team seit Jahren über die Unterstützung der Stadt, die die Bühnen stellt und mit dem Bauhof den Aufbau übernimmt. Auch Freunde, Familie und sogar die Musiker helfen mit.

Viele Musikstile

Und das alles nur, um den Besuchern eine riesige Auswahl an den verschiedensten Musikstilen im halbstündigen Wechsel anbieten zu können. Die 13 Bands lassen auf zwei Bühnen alles von Heavy Metal und Rock über Country und Blues bis hin zu Jazz und Swing hören.

Lob für den Organisator

„Bulli investiert unwahrscheinlich viel“ sagt Bernd Abelmann, Sänger und Gitarrist der mit der Metal Band Screamz schon zum sechsten Mal hier auftritt. Er lobt Unger, sein Engagement und die Organisation, auch, wenn die Bands meist nur etwa 15 Minuten Zeit für ihren Soundcheck haben. „Aber das ist Meckern auf ganz hohem Niveau“. Spontanität ist da gefragt, aber das kennen seine Bandmitglieder. Manchmal werde spontan das Lied oder auch das Tempo geändert. „Da kommt Bernd dann zu mir und meint ‚schneller, schneller’ und von der anderen Seite kommt Ronald am Bass und ruft: ‚langsamer!’“, erzählt Schlagzeuger Christian Fritsche.

Das sorgt dann für Stress auf und hinter der Bühne, genauso wie die Auswahl der Lieder bei 200 Puls, doch auch wenn der Abend nicht stressfrei verläuft ist es für viele eine Veranstaltung, die das wert ist.

Von Antonia Engel

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