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Luckenwalde Heimatmuseum hat neue Ausstellungsstühle
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00:20 22.06.2018
Der Leiter des Heimatmuseums Luckenwalde, Roman Schmidt, hat endlich klappbare Ausstellungsstühle bekommen. Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

„Die müssen wir haben“, sagten sich Roman und Regine Schmidt, als sie vor etwa vier Wochen ein paar Urlaubstage in London verbrachten und die britische Nationalgalerie besuchten. Was sie meinten, unbedingt haben zu müssen, waren nicht die dort ausgestellten riesigen Gemälde der alten Meister, deretwegen sie eigentlich nach London geflogen waren und die National Gallery aufgesucht hatten, sondern ausgesprochen praktische Sitzmöbel.

Die hatten der Leiter des Luckenwalder Heimatmuseums und seine Frau, die ebenfalls im Heimatmuseum arbeitet, bei der Betrachtung der in London hängenden Alten Meister entdeckt. Vor allem ältere Menschen trugen sie lässig mit sich herum, klappten sie vor einem Bild auf, das sie näher studieren wollten, und machten es sich darauf gemütlich.

Teuer aber lohnend

Das Ehepaar Schmidt probierte die Klapphocker auch gleich aus, denn dafür standen sie dien Museumsbesuchern zur Verfügung. Und siehe da: „Die sind total leicht zu tragen, zugleich sehr stabil, sodass selbst ich mich daraufsetzen kann“, schwärmt der stämmige Museumsleiter, „die Stühle sehen total schick aus, und man kann sich seitlich wunderbar mit den Händen aufstützen, wenn man sich wieder erheben will.“ Doch das Problem: „Es gibt nur einen Hersteller und die Stühle sind recht teuer, aber die Anschaffung lohnt sich“, davon ist Roman Schmidt überzeugt.

So konnte er auch die Stadtverwaltung davon überzeugen, diese Klappstühle anzuschaffen, was durch den Einsatz von Eigenmitteln erleichtert wurde.

Geld des Heimatvereins investiert

„Wir haben das Glück“, so Schmidt, „dass uns der Heimatverein sein Vermögen überlassen hat, als er sich auflöste.“ So konnte die Hälfte der Anschaffungskosten von 20 Stühlen, einem Wagen und zwei Ständern, auf denen die zusammengeklappten Stühle platzsparend gelagert werden können, aus diesem „Vermögen“ bezahlt werden. Der Rest kam aus der Stadtkasse.

Schmidt freut sich, dass er nun nicht mehr die alten schweren Stühle bei Ausstellungseröffnungen hin- und hertragen muss. Bei allem Stolz über seine Entdeckung stellte er kürzlich fest, dass es diese Stühle auch in deutschen Museen gibt. Er hatte es bisher nur nicht bemerkt und musste dafür erst nach London reisen.

Von Hartmut F. Reck

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