Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Luckenwalde Silbernes Jubiläum nach Ausbildung beim Vater
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Silbernes Jubiläum nach Ausbildung beim Vater
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 24.03.2018
Tischlermeisterin Michaela Drinkwitz arbeitet zurzeit einen Tisch auf. Sie hat ihre Werkstatt im Schlehenweg 1 in Luckenwalde. Quelle: Margrit Hahn
Anzeige
Luckenwalde

Michaela Drinkwitz schloss ihre Meisterausbildung vor 25 Jahren mit Erfolg ab. Ihr Meisterbrief hängt an der Wand der 1927 gegründeten Tischlerwerkstatt.

Ursprünglich wollte Michaela Drinkwitz lieber Goldschmiedin werden. Trotz sehr guter Noten bekam sie aber keine Lehrstelle. Dann entschied sie sich, bei ihrem Vater eine Tischlerausbildung zu absolvieren.

„Ich weiß nicht, was mein Vater angestellt hat, um es zu ermöglichen“

„Allerdings war auch das nicht ganz einfach, denn es gab keine Planstelle. Ich weiß nicht, was mein Vater alles angestellt hat, um es zu ermöglichen“, sagt Michaela Drinkwitz.

Bei ihm lernte sie von 1984 bis 1986 den Beruf des Möbeltischlers von der Pike auf.

Vor 34 Jahren begann Drinkwitz ihre Lehre als Möbeltischlerin. Quelle: Margrit Hahn

Nach der Ausbildung wechselte sie zum Luckenwalder Pianohersteller. „Dort wurde in Akkord gearbeitet. Ich habe die Hämmerchen und Tastaturen in den Korpus eingebaut“, berichtet die Tischlermeisterin.

1991 begann sie ihre Meisterausbildung. Zu dieser Zeit war sie noch bei Piano tätig. Während der praktischen Meisterausbildung stellte sie fest, das es von Vorteil ist, wieder in der väterlichen Tischlerei zu arbeiten. Dort gab es wesentlich mehr Möglichkeiten, alle Facetten des Möbeltischlers kennen zu lernen.

Auf und Ab in 25 Jahren als Tischlermeisterin

Außerdem konnte sie dort nach Feierabend an ihrem Meisterstück, der Anrichte, werkeln. Und ihr Vater war froh, dass sie ihm den Bürokram abnahm. Als ihr Vater vor 18 Jahren starb, musste Michaela Drinkwitz zusehen, wie es weiterging. Die Handwerksmeisterin erlebte ein Auf und Ab.

Bis auf Treppen und Küchen bietet die 50-Jährige heute das komplette Tischlersortiment an. Zu ihren bisher schönsten Arbeiten gehörte die Restaurierung des Gerichtssaals im Luckenwalder Amtsgericht.

Man hatte alte Fotos gefunden, nach denen der Saal wieder hergerichtet werden sollte. Bevor es ans Werk ging, mussten Zeichnungen angefertigt werden. „Dieser Auftrag gehörte zu den bisher schönsten überhaupt“, schwärmt Michaela Drinkwitz.

„Es ist alles Handarbeit. Dafür ist Geduld und Feingefühl erforderlich“

Momentan arbeitet sie einen alten Tisch auf. Auch das gefällt ihr, denn sie mag alte Möbel. „Es ist alles Handarbeit. Dafür ist Geduld und Feingefühl erforderlich“, erklärt sie. Auch Türen restauriert sie gern.

Im Laufe der Jahre hat sie etliche alte Maschinen durch neue ersetzt. Im vergangenen Jahr ließ sie das Dach der Werkstatt decken und jetzt müsste die Elektrik erneuert werden. „Es geht aber alles nur nach und nach“, fügt sie hinzu. Auch wenn die Arbeit schwer ist, oft zu schwer für eine Person, bereut sie es nicht, dass sie Tischlerin geworden ist.

Von Margrit Hahn

Am 24. März ist Großreinemachen in der Stadt angesagt. Unter dem Motto „Luckenwalde putzt sich“ hat der Stadtmarketingverein schon viele Helfer ins Boot geholt und ruft alle Bürger zum Frühjahrsputz auf.

24.03.2018

Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte war bei einem Spiel des FSV Luckenwalde gegen Babelsberg 03 von einem Polizisten beobachtet worden und muss nun über 2000 Euro Strafe zahlen.

23.11.2017

Ackerbauer zu sein, ist das Schönste, was sich Konrad Niendorf aus Reinsdorf vorstellen kann. Nun nimmt der 27-Jährige am Ceres-Award teil, dem bedeutendsten Landwirte-Wettbewerb im deutschsprachigen Raum, und hat sich bereits für das Finale qualifiziert.

18.07.2017
Anzeige