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Luckenwalde Minischwein Albert hat Geburtstag
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00:19 13.07.2018
Albert das Minischwein in Lynow wird ein Jahr alt. Sabrina und Tobias Krüger gehen gern mit ihm spazieren. 
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Lynow

Albert feiert heute seinen ersten Geburtstag. Das Minischwein hatte im vorigen Jahr für viel Aufsehen gesorgt. Es war das erste Schwein, dass es geschafft hat, an einer Eheschließung teilzunehmen. Inzwischen haben Sabrina und Tobias Krüger viel mit Albert und all den anderen Tieren auf ihrem Grundstück in Lynow erlebt.

Turbogang einlegen

Für die Nachbarn ist es immer ein Schauspiel, wenn das Ehepaar mit Albert und den Hunden spazierengeht. Wobei Albert oft ein solches Tempo an den Tag legt, dass Herrchen und Frauchen den Turbogang einlegen müssen. Heute zum Geburtstag gab es für Albert eine Geburtstagstorte aus Früchten. Als das Schwein vor einem Jahr auf die Welt kam, war es das Kleinste vom dem Neuner-Wurf. Er hatte einen Wasserkopf und der Tierarzt räumte ihm so gut wie keine Überlebenschancen ein.

Das Schwein bellt

Sabrina Krüger zog Albert mit der Flasche auf. Seitdem ist er ihr ans Herz gewachsen. Wenn sie pfeift, hört er genau so wie die Hunde. Die Befehle Sitz und Platz funktionieren ebenfalls. Wenn sie pfui sagt, frisst das Minischwein nicht mal die leckersten Blumen. Manchmal hat es den Anschein, dass Albert glaubt, er sei ein Hund. Er bellt und bewacht das Haus und vor allem Frauchen. Sobald er Sabrina Krüger in Gefahr glaubt, verteidigt er sie. Dass hat auch Tobias Krüger schmerzlich erfahren müssen. Allerdings hat er Albert den Biss in die Wade längst verziehen. Wenn es kühler wird, bekommt das Borstentier ein Halstuch um.

EC-Karte angefressen

Zum Spazierengehen liegt ein Geschirr parat, dass extra angefertigt wurde. Hin und wieder stellt das 45 Zentimeter große und 25 Kilogramm schwere Haustier etwas an. So räumte es das Portemonnaie von Frauchen aus und knabberte die EC-Karte an. Als Sabrina Krüger damit zur Bank kam und erzählte, was passierte ist, schaute die Bankmitarbeiterin sie mit großen Augen an. Abends um 18.50 Uhr wird Albert müde. Zehn Minuten später schläft er in seinem Häuschen unter dem Küchentisch ein. Morgens um 3 Uhr ist die Nacht erstmal vorbei. Dann möchte Albert was zu fressen und seine Milch angewärmt auf Zimmertemperatur.

In einem Bett

Eine halbe Stunde später liegen er und Sabrina Krüger zusammen im Bett und schlafen weiter. Wenn Tobias Krüger aus der Nachtschicht kommt, muss er schauen, ob sein Bett noch frei ist. Wenn nicht, sucht er sich einen anderen Schlafplatz. Für ihn ist das kein Problem, denn er ist ebenso tierlieb wie seine Frau.

Der Mittagsschlaf von 11.30 bis 14 Uhr ist Albert heilig. Den verbringt er auf der Couch oder in seinem Häuschen. „Albert ist wie unser Kind. Man muss ihm alles hinterherräumen, das Futter vor die Nase stellen und aufpassen, wenn er sein Geschäft machen will“, so Krüger. Ihre achtjährige Tochter Lilu kuschelt auch mit Albert und sagt, sie habe einen Schweinebruder.

Ein bisschen verrückt sind die Krügers schon. Auch das Auto ist bunt. Quelle: Margrit Hahn

Streicheleinheiten für die Tiere

Albert ist aber längst nicht der einzige, der tierisch verwöhnt wird. Als Tobias Krüger vor sieben Jahren nach Lynow zog, hatte er drei Hunde, eine Katze und einen Papagei. Inzwischen sind Hühner, Kaninchen, Schweine, Enten und Gänse dazugekommen. Die Gänseküken, die im Brutkasten geschlüpft sind, erhalten ebenso viele Streicheleinheiten wie Albert. Sobald Chantal und Gustav groß sind, dürfen sie mitspazieren.

Hitze setzt dem Minischwein zu

Morgens braucht die 31-jährige Sabrina Krüger gut anderthalb Stunden, um die Tiere zu versorgen. Nachmittags mit Futterholen und Zubereitung noch einmal vier Stunden. „Ich brauche keinen Urlaub. Wenn ich zu Hause bin, umgeben von den Tieren, bin ich glücklich“, sagt die gelernte Heilerziehungspflegerin, die als Schulbegleiterin in der Grundschule Töpchin tätig ist.

Sabrina Krüger mit den Küken. Quelle: Margrit Hahn

Für sie ist Albert ein Therapieschwein. „Schon allein seine Anwesenheit reicht, damit es mir gut geht“, sagt Sabrina Krüger. Als Albert vor kurzem einen Hitzschlag erlitt, saß sie stundenlag bei ihm. „Er hat nichts mehr angerührt, ist nicht aufgestanden und hat auch nicht gefressen. Ich habe mich schon gewundert, dass er mich nicht begrüßt hat, als ich von der Arbeit kam. Er ist sonst sofort an der Tür, wenn ich komme“, berichtet sie. Zum Glück ging es ihm in den nächsten Tagen wieder besser.

Tolle Nachbarschaft

Die Krügers überlegen, ob der Platz auch künftig für die vielen Tiere ausreicht. Wenn nicht, würden sie ihre Idylle in Lynow aufgeben und umziehen. „Aber erstmal bleiben wir. Solche Nachbarn finden wir so schnell nicht wieder“, betont Tobias Krüger.

Von Margrit Hahn

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