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Luckenwalde Mord und Grusel in Hennickendorf
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Mord und Grusel in Hennickendorf
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17:28 27.07.2018
Am Computer betrachtet James Griffin mit den Projektteilnehmern die gedrehten Szenen eines Tage. Quelle: Margrit Hahn
Hennickendorf

In Hennickendorf geht es mörderisch zu. Außerdem treibt ein Geist sein Unwesen. Allerdings nur noch bis heute Nachmittag, dann ist der Spuk vorbei. Nachdem das Ferien-Filmprojekt im vergangenen Jahr so gut angekommen war, stand fest, dass es in diesem Jahr eine Zweitauflage geben würde. Filmemacher James Griffin hat auch dieses Mal das Drehbuch geschrieben und dafür gesorgt, dass heute das Ergebnis präsentiert werden kann.

13 junge Filmemacher

Eine Woche lang haben sich 13 Kinder aus der Gemeinde Nuthe-Urstromtal täglich im Dorfgemeinschaftshaus in Hennickendorf zum Filmworkshop getroffen. Einige waren im vergangenen Jahr schon dabei, für andere war es das erste Mal. Sie durften bei allem mitentscheiden – von der Idee bis zum fertigen Film. Und sie wollten unbedingt, dass der Film vom vorigen Jahr „,Der Fluch von Hennickendorf“ fortgesetzt wird. Und so entstand in dieser Woche der zweite Teil. Wer von den Mädchen und Jungen nicht als Darsteller in Aktion treten wollte, war entweder für Regie, Aufnahmeleitung, Requisite, Licht, Ton, Maske oder Kamera zuständig.

Die jungen Filmemacher schauen sich mit James Griffin erste Ergebnisse an. Quelle: Margrit Hahn

Während im ersten Teil die Kirche, der Glockenturm und der Teich als Hauptdrehorte ausgewählt wurden, suchten die jungen Filmemacher dieses Mal nach anderen spektakulären Kulissen. „Wir sind froh, dass uns die Landfleischerei Hennickendorf so gut unterstützt hat“, sagt James Griffin. Die Fleischerei hat in Sachen Filmdrehen schon Erfahrung. Dort wurden bereits eine Folge der „Soko Wismar“ und Szenen für einen Spielfilm gedreht. Außerdem stellte Harry Höhne das drei Meter hohe Baumhaus zur Verfügung. „Hier wird der kriminelle Pfarrer von den Gangstern befreit und es erfolgt die Geldübergabe. Bei der Kohle handelt es sich um Grillkohle. Nach der Übergabe verschwindet der Pfarrer aus dem Baumhaus. Auf ihn wird mit der Armbrust geschossen“, berichtet der Filmemacher.

Anton ist wieder der Mörder

„Ich war im vorigen Jahr der Mörder und bin es dieses Jahr wieder. Aber jetzt habe ich eine Textrolle“, berichtet der zehnjährige Anton Schrader. Leon Jagoschinki spielte im ersten Teil die Leiche. In diesem Jahr taucht er als Geist wieder auf.

Den gesamten Film mit einer Länge von etwa zwölf Minuten kann man heute um 13 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus sehen. Eingeladen dazu sind nicht nur Eltern und Dorfbewohnern sondern alle Interessierten.

Unterstützung aus Hennickendorf

Veranstaltet wurde der „Talentcampus Ferien“ auch in diesem Jahr von der Volkshochschule Teltow-Fläming in Kooperation mit der Gemeinde Nuthe-Urstromtal und dem Young Images Verein für Medien und Bildung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte mit seinem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ das Projekt. Unterstützung gab es vom Dorfverein Hennickendorf. Ulrich Stewen begleitete die Woche mit der Kamera und fing Szenen ein, die nicht im Film zu sehen sind. Gudrun Pezenburg und ihre Helfer sorgten für die Verpflegung oder besser gesagt für eine Rund-um-Betreuung.

Von Margrit Hahn

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