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Luckenwalde Gedenken an Pogromnacht
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12:21 07.11.2018
Der Gang des Erinnerns führt am Freitag auch in das Innere der ehemaligen Synagoge in Luckenwalde. Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Zum 80. Mal jährt sich in diesem Jahr die Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Aus diesem Grund lädt der Kirchenkreis Zossen-Fläming zum Pogromgedenken nach Luckenwalde ein. Die Veranstaltung steht unter der fachkundigen Anleitung von Detlev Riemer, Pfarrer im Ruhestand. Er führt interessierte Bürger an Orte ehemaligen jüdischen Lebens in Luckenwalde.

Unter anderem wird es möglich sein, die ehemalige Synagoge in der Puschkinstraße zu besuchen. Auch diese Stätte war 1938 ein Tatort in der Reichspogromnacht. Der Innenraum der Synagoge war völlig verwüstet und die heiligen Schriften entweiht worden. Nur wegen der Gefahren für angrenzende Wohnhäuser hatte man davon abgesehen, das gesamte Gebäude in Brand zu setzen. Jüdische Männer aus Luckenwalde wurden in das KZ Sachsenhausen deportiert.

Den Gang des Erinnerns begleitet der Klarinettist Mattia Maccarelli am Freitag musikalisch. Alle interessierten Bürger sind willkommen.

Filmvorführung im Union-Kino

Startpunkt ist am 9. November um 18 Uhr am Jüdischen Friedhof im Grünen Weg in Luckenwalde. Männer werden gebeten, auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen. Ab 20 Uhr laden die Evangelische Kirchengemeinde und die Stadt Luckenwalde dann in das Union-Kino ein, um dort gemeinsam den Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ von Claus Räfke anzuschauen. Der Streifen kam im vergangenen Jahr in die Kinos. Der Eintritt ist frei.

Der Film spielt in Berlin und Luckenwalde. Einigen Juden gelang es damals, für die Behörden „unsichtbar“ zu werden. Einer der Protagonisten, Eugen Herman-Friede, hat in Luckenwalde als „Unsichtbarer“ überlebt, was auch im Film dargestellt ist. Eugen Herman-Friede starb vor wenigen Tagen im Alter von 92 Jahren. Der Film widmet sich einem weitgehend unbekannten Kapitel des Widerstands, den es auch in Luckenwalde gab.

Von Elinor Wenke

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