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Luckenwalde Polizei beschlagnahmt Cannabis-Pflanzen
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00:24 16.09.2018
Das Polizeiauto vor dem Haus im Luckenwalder Volltuchweg. Dort wurde am Mittwoch eine Wohnung durchsucht. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

In einem Wohnblock im Luckenwalder Volltuchweg hat die Polizei am Mittwochnachmittag die Wohnung einer jungen Frau durchsucht – wegen der Verdachtes auf Cannabis-Anbau in den eigenen vier Wänden.

Nachbarn hatten mehrfach die Polizei informiert

Nachbarn im selben Aufgang hatten zuvor mehrmals die Polizei informiert, weil sie seit Tagen einen beißenden Geruch im ganzen Treppenhaus wahrgenommen hatten.

„Auf einen Durchsuchungsbeschluss hin wurden die Polizeibeamten im Auftrag der Staatsanwaltschaft aktiv“, teilt Daniel Keip von der Pressestelle der Polizeidirektion West mit. „Die Beamten haben acht Cannabis-Pflanzen aus der Wohnung sichergestellt, die bereits Höhen von 50 bis 100 Zentimetern erreicht hatten“, so Keip weiter.

Anwohner Roland L., der erst seit dem Sommer im Haus wohnt, hatte bereits in der vergangenen Woche die Polizei und den Vermieter über den verdächtigen Geruch informiert. „Das riecht extrem, fast wie verschimmelter Kohlrabi“, erzählt er der MAZ.

Nachbarin: „Es stinkt im ganzen Haus“

Am Dienstag klingelte Nachbarin Jessika K. erneut bei den Polizeibeamten an, um die Befürchtungen der Bewohner mitzuteilen. „Es stinkt im ganzen Haus und selbst unten im Freien“, berichtet die 28-jährige zweifache Mutter. „Wir haben gesehen, dass auch am Tage in der Wohnung das Licht brannte“, erzählt sie weiter von ihren Beobachtungen.

Das Mehrfamilienhaus im Volltuchweg in Luckenwalde. Quelle: Elinor Wenke

Außerdem hatten die Bewohner das Geräusch eines Ventilators gehört und den Schein eines Rotlichtes wahrgenommen. „Man bekommt von dem Gestank Kopfschmerzen und wir machen uns Sorgen um unsere Kinder“, sagt Jennifer W., eine weitere Nachbarin, auf MAZ-Nachfrage.

Die Mitbewohner sehen sich in ihren Vermutungen bestätigt. Schon vor mehreren Monaten war bei ihnen der Verdacht des Drogenmissbrauchs in der Wohnung aufgekommen. Außerdem beschreiben sie die Wohnungsmieterin, die seit etwa zwei Jahren im Haus wohnt, als aggressiv.

Im zweiten Anlauf verschafft Polizei sich Zutritt

Die Polizei sei schon einmal am Dienstagabend vorbeigekommen, berichten die Anwohner, aber unverrichteter Dinge wieder abgezogen, weil niemand geöffnet habe. Am Mittwoch dann verschafften sich die Beamten Zutritt zur Wohnung und hätten verdächtige Kisten heraustransportiert.

Laut Polizeidirektion West ermittelt die Kriminalpolizei gegen die Wohnungsmieterin wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Von Elinor Wenke

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