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Luckenwalde Salonatmosphäre mit der singenden Säge „Adele“
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23:09 07.10.2018
Säge-Spielerin und Sängerin Katharina Micada (r.) und ihre Klavierbegleitung Mirjam Beierle (l.). Quelle: Robin Knies
Luckenwalde

 Die Vize-Weltmeisterin an der singenden Säge und Sopranistin Katharina Micada brachte am Freitagabend den musikalischen Geist der 1920er-Jahre in den Luckenwalder Theaterkeller. Bei gedimmtem Licht und Klavierbegleitung erzeugte die Berliner Künstlerin – ganz stilecht im roten Abendkleid – Salonatmosphäre in dem kleinen Raum.

Während ihres Programms sang und spielte sich Micada, begleitet auf dem Klavier von Mirjam Beierle, durch alle möglichen Titel und Genres: Zunächst das Lied „Summertime“ als Abschluss des langen und heißen Sommers, danach wechselten sich beschwingte Jazz-Stücke ab mit Operetten, die durch die atmosphärischen Klänge der singenden Säge eine neue Dimension erhielten. „Mir macht es immer wieder unglaublich Spaß, diese Opern zu zersägen“, verriet die Künstlerin dem Publikum.

Vorbild war auch Marlene Dietrich

Zwischen zwei Stücken ging sie dann auch ein wenig auf die Geschichte ihres doch eher ungewöhnlichen Instrumentes ein. Während man bei Micadas singender Säge – von der Künstlerin übrigens „Adele“ getauft – optisch keine allzu große Ähnlichkeit mehr zu herkömmlichen Holzsägen erkennt, geht die Tradition tatsächlich auf Holzfäller und Handwerker zurück, die auf ihren Sägen Rhythmen und Melodien erzeugten. Später wurden dann auch Sägen speziell für die Musik gefertigt und tauchten in Orchestern, Opern und Chansons auf. Als Inspiration nennt Micada vor allem die Schauspielerin Marlene Dietrich, die das Instrument in den Zwanzigerjahren erlernte und wohl die weltweit bekannteste Säge-Spielerin war.

Das Luckenwalder Publikum, das vor allem aus Stammgästen des Theaters bestand, war durchweg angetan vom Programm der Künstlerin und gab nach jedem Stück Applaus. Auch Veranstaltungsorganisator Andreas Kitzing war begeistert: „So etwas hatten wir hier in den letzten 30 Jahren noch nicht.“ Crossover-Programme wie das von Katharina Micada haben für den Luckenwalder einen besonderen Reiz, da viel Unterschiedliches geboten wird. „Man kann einfach kommen und muss sich keine Gedanken machen, was einen erwartet, denn es ist für jeden etwas dabei.“

Im Rahmen der Kleinkunstreihe des Stadttheaters treten seit den 1980er-Jahren vor allem Künstler aus dem Jazz- und Blues-Bereich im Theaterkeller auf. Als nächstes findet am Mittwochabend eine musikalische Hommage an das Werk von Édith Piaf statt.

Von Robin Knies

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