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Luckenwalde Stolz durch Höhen und Tiefen
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18:49 30.09.2018
Uwe Berg (Bushido Luckenwalde) leitet seit vier Jahrzehnten die Geschicke der Luckenwalder Judosportler. Quelle: Frank Neßler
Luckenwalde

40 Jahre Judo und 25 Jahre Karate, gleich zwei Jubiläen feierten die Kampfsportler von Bushido Luckenwalde anlässlich ihres Vereinsfestes in diesem Monat in Berkenbrück in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Den 54 Gästen wurde dabei ein schon lange gewünschtes Banner mit dem Vereinslogo präsentiert. Der Stolz darüber war Uwe Berg anzusehen, denn er prägte die Geschicke des Vereins in den zurückliegenden vier Dekaden nicht unwesentlich mit. „Es gab einige Höhen und Tiefen“, erinnert sich der 67-Jährige.

Gründungsgrund: Schub für die Mitgliederstatistik

Als junger Lehrer erlebte Berg mit, als vor 40 Jahren auf Weisung des damaligen DTSB-Kreisvorstandes bei der BSG Aufbau, der Betriebssportgemeinschaft des Baustoffwerkes, in der Kreisstadt eine neue Sektion ins Leben gerufen wurde. Aufbauend auf den Arbeitsgemeinschaften der Schulen, sollte mit Judo die Mitgliederstatistik einen weiteren Schub erhalten.

Mit der Gründung der Abteilung beauftragt wurde Uwe Berg, der als Kreissportlehrer im DTSB-Kreisvorstand und als Absolvent der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) Leipzig mit Spezialfachausbildung Judo dafür prädestiniert war.

Rasch entwickelte sich eine mitgliederstarke Sportgruppe, die in Spitzenzeiten 65 Mädchen und Jungen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bot. Berg, auf dessen Schultern lange Zeit allein der gesamte Trainings- und Wettkampfbetrieb lastete, sah seinen Einsatz belohnt, als 1986 die Sportler Darco Schulz, Detlef und Jörg Wagner die Prüfung zum 1.Dan bestanden und fortan den schwarzen Gürtel tragen durften. Etliche Jahre später folgten ihnen dann noch Maik Ziehe und Marco Eller.

Einschnitte in der Wendezeit

Die Wendezeit brachte auch für die Luckenwalder Judoka Einschnitte und etliche Veränderungen. „Berufliche Verpflichtungen, Mitgliederschwund, der Verlust der Trainingsstätte, die für viele schon eine zweite Heimat geworden war, der veränderte Führungsstil im Verein und der nun fehlende Trägerbetrieb bewirkten eine Neuorientierung“, erinnert sich Berg.

Zunächst wurde der VfL Luckenwalde gegründet. Aber die Judoka fühlten sich zunehmend isoliert. Deshalb fassten sie den Entschluss, sich sportlich selbstständig zu machen. „Am Ende dieser Entwicklung entstand 1996 ein neuer Sportverein mit den Abteilungen Judo und Karate. Bushido bedeutet der Weg des Kriegers“, erklärt Berg. „damals fanden wir mit der Sporthalle der Förderschule auch eine neue, gemeinsame Trainingsstätte, in der wir uns seit nunmehr 22 Jahren zu Hause fühlen.“

Uwe Berg blieb dem Verein aus Vorwendezeiten als Präsident, Abteilungsleiter Judo, Übungsleiter und Prüfer erhalten. Mit ihm blieb auch Mitstreiter Detlef Wagner als Vize-Präsident, Abteilungsleiter Karate und Übungsleiter. Die Bushido-Führungsriege wird von Marco Eller komplettiert. Als Schatzmeister hält er die Gelder des Vereins zusammen und manövriert ihn durch den Paragraphen-Dschungel.

Gute Trainingsbedingungen als Herausforderung

Eine Herausforderung für den Vereinsvorstand ist es, den Mitgliedern gute Trainingsbedingungen zu bieten. Nicht immer einfach. „Ein Mitgliederschwund ließ uns schon manchmal an unserer Arbeit zweifeln, aber dann ging es doch unverdrossen weiter“, sagt Berg.

Heute trainieren bei Bushido Luckenwalde sechs Dan-Träger (Schwarzgürtelträger) im Judo (zweimal 3. Dan, einmal 2. Dan sowie dreimal 1.Dan). Außerdem dokumentieren im Karate der Sensei Detlef Wagner mit einem Dan-Grad in Judo und Karate den hohen Leistungsstand.

Nicht nur sportliche Aspekte mit Erfolgen bei Turnieren und der Dokumentation der sportlichen Entwicklung durch den Erwerb von Kyu- und Dan-Graden der Mitglieder spielt für das Vereinsleben eine Rolle. Großer Wert wird auch auf eine familiäre Atmosphäre gelegt. Dazu trägt nicht nur das jährliche Vereinsfest mit den Bushido-Sportlern und ihren Familien bei, sondern auch Weihnachtsfeiern, die mit einem Judo-Turnier verbunden werden. Verwandte und Bekannte der Sportler können sich dabei von deren Leistungsentwicklung überzeugen. Und nicht zuletzt das Fußballspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag, was mittlerweile auch schon seit 30 Jahren stattfindet.

Von Frank Neßler

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