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Streit im Kleingarten

Tatort Schrebergärten Streit im Kleingarten

Due junge Familie Kloß aus Luckenwalde fühlt sich gemobbt und beschwert sich über Spießertum unter Laubenpiepern. Der Vorstand will die Kloß' jetzt durch eine Kündigung los werden.

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Familie Kloß akzeptiert die Kündigung ihres Gartens nicht.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Nicht nur in der Kleingartenanlage „Eckbusch“ brodelt es. Auch „Am Weichpfuhl“ in Luckenwalde sind sich nicht alle Gartenfreunde grün. Matthias Kloß und seine Familie fühlen sich dort nicht mehr wohl. Doch aufgeben wollen sie ihren Garten nicht. Dafür hat Kloß in den vergangenen neun Jahren dort zu viel Geld und Zeit investiert. Doch nun hat er die Kündigung erhalten.

Für ihn ist es kein Wunder, dass sich kaum junge Leute für einen Spartengarten entscheiden. „Die Überalterung in den Vorständen, Intoleranz, Spießertum und Vetternwirtschaft sind in der Anlage an der Tagesordnung“, kritisiert er. Auf Biegen und Brechen würde versucht, veraltete Ansichten durchzusetzen. „Wer nicht den Vorstellungen und Normen entspricht, muss Spießruten laufen und wird gemobbt“, fügt der Familienvater hinzu. Wenn seine Kinder mit dem Ball spielen, und der fällt in Nachbars Garten gibt es Ärger. „Als Nachbars Hund in unserem Garten umherspazierte, war das aber völlig in Ordnung“, sagt Matthias Kloß.

Eskaliert seien die Streitigkeiten nachdem er am Sonntag, dem 21. April, auf seinem Grundstück ein Feuer entfachte. Sein Gartennachbar hatte angekündigt, dass er die Polizei rufen würde, weil Feuer sonn- und feiertags verboten sei. Die Polizei kam, stellte ein Feuer fest, das Matthias Kloß löschte. Vom Ordnungsamt erhielt er daraufhin ein Schreiben mit der Aufforderung für diese Ordnungswidrigkeit 93,50 Euro zu zahlen. „Das Feuer soll zwei Meter breit und zwei Meter hoch gewesen sein. Das hätte bedeutet, dass es über die gesamte Beetreihe ausgedehnt war. Völliger Unsinn“, ärgert sich Kloß. In seiner Abwesenheit sei ihm dann noch die Kleingartenordnung über den Zaun geworfen worden, samt Anmerkungen und Kennzeichnungen, was in seinem Garten alles gegen die Vorschriften verstößt. „Anscheinend fast alles“, stellt Kloß fest.

Am Pfingstsonnabend erhielt er gleich zwei Abmahnungen, die von der Vorsitzenden der Kleingartenanlage unterschrieben waren. Sie begründete die Abmahnungen mit dem Feuer und damit, dass Kloß vor Zeugen ein Vorstandsmitglied beleidigt habe. Wenig später kam von Werner Fränkler, dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Luckenwalde der Gartenfreunde, die schriftliche Kündigung des Grundstücks – wegen groben Verstoßes gegen das Bundeskleingartengesetz.
Im Schreiben heißt es unter anderem: „Sie beteiligten sich über Jahre trotz Einladungen nicht am Vereinsleben wie beispielsweise Mitgliederversammlungen und Arbeitseinsätzen.“ Kloß bestreitet dies: „Wenn wir an keinem Arbeitseinsatz teilgenommen hätten, wären wir zur Ausgleichszahlung verpflichtet worden.“ Er hat Strafanzeige erstattet und will die Kündigung nicht akzeptieren.

Von Margrit Hahn

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