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Luckenwalde Umstrittener Standort für neuen Hort
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16:57 12.12.2018
Besucher der Informationsveranstaltung zum Hortneubau am Dienstagabend in der Mensa Jahnstraße. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Am Luckenwalder Schulkomplex Jahnstraße plant die Stadt für drei Millionen Euro einen Hortneubau für 250 Kinder. Damit soll ab 2020 die angespannte Betreuungsplatz-Situation entkrampft werden. Dass der dreigeschossige Bau ein attraktives Domizil für die Kinder werden würde, wird von den Betroffenen kaum bezweifelt. Doch gegen den konkreten Standort regt sich massiver Widerstand. Das wurde auf einer Info-Veranstaltung am Dienstagabend deutlich, zu der die Stadt eingeladen hatte.

Entwurf zum Innenraum des Luckenwalder Hortneubaus. Quelle: pha Architekten BDA

Die Stadt und die Architekten planen, den neuen Hort mit direktem Zugang quer an die Mensa anzudocken. Doch unterschätzt wurde offenbar bislang das Konfliktpotenzial zwischen jungen und älteren Schülern hinsichtlich der Geräuschkulisse.

Unterricht und Mittagszeit

Die Oberschule nutzt mehrere Räume im Mensa-Gebäude für den Unterricht bis 15 Uhr. Zur Mittagszeit wird die Mensa aber jetzt schon von den Grundschülern fürs Mittagessen bevölkert. Künftig würden die Grundschüler dann nach dem Essen direkt in den benachbarten Hort wechseln und auch die Außenfläche, die sogenannte Piazza, nutzen, während die Oberschüler hinter den Fenstern sich auf den Unterricht konzentrieren sollen.

„Meine Sorge ist, dass wir nicht nur während der Bauphase, sondern durch die direkte Verbindung dauerhaft mit größerer Lärmbelastung rechnen müssen“, sagte Oberschullehrerin Carsta Scherneck. Sie schlägt vor, das Hortgebäude weiter hinten auf dem Grundstück zu platzieren, um die Trennung zwischen unteren und oberen Altersstufen beizubehalten. Elternsprecherin Heike Brumm von der Oberschule und Lars Levermann, Schulelternsprecher der Grundschule, pflichten ihr bei. „Könnte man den Hort nicht versetzt zur Mensa errichten?“, fragte Heike Brumm.

Spannungsfeld bleibt

Die beiden Schulleiterinnen der Grundschule und der Oberschule, Andrea Wichert und Ines Schwerdt, betonen ihr gutes Miteinander, räumen aber dennoch ein Spannungsfeld ein. „250 Kinder am Nachmittag auf dem Spielplatz, das bringt Lärm“, sagte Ines Schwerdt, „aber die Kinder können nichts dafür, sie sollen sich ja austoben.“ Hausmeister Michael Schröder macht sich indes Sorgen wegen der wegfallenden Parkplätze und Hausmeister-Räumlichkeiten.

Andreas Westendorf fordert bessere Lösungen zur Barrierefreiheit und Stadtverordneter Marko Ott (Linke) hätte sich gewünscht, die Standortfrage mit allen Konsequenzen langfristiger zu beraten. Thorsten Lehmann regte an, den geplanten Hort in Richtung Turnhalle zu „verschieben“.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) hält am Neubau auf dem Schulgelände fest, versprach aber, die „Bedenken sehr ernst zu nehmen“ und die Planungen auf den Prüfstand zu stellen.

Von Elinor Wenke

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