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VR-Bank zahlt sechs Prozent Dividende

Luckenwalde VR-Bank zahlt sechs Prozent Dividende

Die Zahlen sind gut. Aber im Vergleich mit den anderen Genossenschaftsbanken doch unter dem Durchschnitt. Trotzdem: Die Volks- und Raiffeisenbank Fläming e.G. hat im Geschäftsjahr 2016 einen soliden Gewinn eingefahren.

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Die Vertreterversammlung stimmt über die Mittelverwendung ab

Quelle: Gerald Bornschein

Luckenwalde. Der Volks- und Raiffeisenbank Fläming e.G. macht das niedrige Zinsniveau in der Europäischen Union zu schaffen. Trotz positiver Geschäftsentwicklung sank der Ertrag der Bank im Geschäftsjahr 2016 erstmals in der Firmengeschichte unter das durchschnittliche Niveau des Genossenschaftsverbandes. Auch für das laufende Jahr erwartet die Bank einen Ertragsrückgang.

Mehr Pavillons mit Geldautomaten

In Verbindung mit steigenden Verwaltungskosten sei das auf Dauer „ungesund“, so dass eine Konzentration auf das Kerngeschäft und ein „bewusster und effektiver Umgang mit Personalressourcen“ erforderlich ist, sagte Carola Seiler vom Vorstand der VR-Bank bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2016 im Commication-Center im Luckenwalder Biotechnologiepark. Konkret bedeutet dies, dass die Bargeldversorgung der Bankkunden etwa in Wünsdorf und in Petkus durch Pavillons mit Geldautomaten gewährleistet wurde.

Unterm Strich konnte der Vorstand der Mitgliederversammlung gute Zahlen präsentieren. Die Bilanzsumme der Bank lag im vergangenen Jahr mit 561 Millionen Euro um 6,4 Prozent über dem Vorjahr. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 6,9 Prozent auf 461 Millionen Euro. Das Eigenkapital wuchs um 4,7 Prozent auf 46,1 Millionen Euro. Insgesamt konnte die VR-Bank einen Gewinn von 415 000 Euro verzeichnen, elf Prozent mehr als 2015. Die 8188 Mitglieder der Genossenschaft werden, wie im Vorjahr, eine Dividende in Höhe von sechs Prozent erhalten.

Immobilienfinanzierung bleibt eines der Kerngeschäfte

Lothar Könneberg, der Vorsitzende des Aufsichtsrates, sprach vor den 41 Mitgliedervertretern von einer „angemessenen Ertragslage“. Bank-Vorstand Norbert Schmitz verglich die expansive Zinspolitik der Europäischen Zentralbank mit einer „dauerhaften Medikamentengabe“. Die Staatsschulden der Euro-Länder liegen bei zehn Billionen Euro und es fehlt der Druck, diese abzubauen, sagte Schmitz. Es stelle sich inzwischen die Frage, ob die faktische Abschaffung der Verzinsung mehr Schaden als Nutzen bringe.

Die VR-Bank könne dabei nur auf Nachhaltigkeit und solide Beratung bei Anlagen und bei der Altersversorgung setzen, ohne auskömmliche Margen aus dem Blick zu verlieren, sagte Schmitz. Kernkompetenzen sind die Vergabe von gewerblichen und Wohnbau-Krediten, die dank der Baukonjunktur zunähmen. Sparpotenzial sieht Schmitz bei der Effizienz im Privatkundengeschäft durch eine verstärkte Digitalisierung.

Von Gerald Bornschein

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