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Verkehrslärm nervt Luckenwalder Händler

Schäden am Pflaster in der Käthe-Kollwitz-Straße Verkehrslärm nervt Luckenwalder Händler

Die gepflasterten Kreuzungen in der Käthe-Kollwitz-Straße in Luckenwalde sind laut und gefährlich. Die Schäden, wie etwa lose Steine, werden nur notdürftig geflickt. In manchen Häusern gibt es schon Risse. Jetzt beklagen sich die ansässigen Händler: Der Lärm vertreibe ihnen auch die Kundschaft.

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Der Luckenwalder Stadtverordnete Bert Linder (l.) beim Vor-Ort-Termin mit Geschäftsleuten der Käthe-Kollwitz-Straße.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Luckenwalder Händler haben sich an den Stadtverordneten Bert Lindner (SPD) gewandt. Sie beklagen sich darüber, das die gepflasterten Kreuzungen in der Käthe-Kollwitz-Straße in Luckenwalde laut und gefährlich sind. Dazu hatte sich die Stadt Luckenwalde vor Jahren extra entschieden, um eine Verkehrsberuhigung zu erzielen. Doch das Gegenteil scheint der Fall.

"Wenn Lkws und Busse vorbeifahren, wackelt das ganze Haus", sagt Friseurmeisterin Karin Rahnfeld. "Wir müssen die Gläser weit aufs Regal schieben, damit sie trotz der Erschütterungen nicht herunterfallen. Wir wünschen uns die Käthe-Kollwitz-Straße als 30er-Zone." Aber das ist längst nicht alles, was Händler und Gewerbetreibende beklagen. Die Steine bröckeln raus und werden von vorbeifahrenden Autos gegen die Schaufenster geschleudert.

Inzwischen weisen viele Häuser in der Käthe-Kollwitz-Straße Risse auf. Besonders leiden offenbar die Geschäftsleute und Mieter an der Einmündung zur Holzstraße. "Ich habe dort mein Steakhaus Asador. Bei schönem Wetter sitzen die Gäste auf der Terrasse. Aber sie beklagen sich, dass es zu laut ist", sagt der Besitzer Hassan El-Ghrajeb. Er kann auch aus eigener Erfahrung sprechen, denn er wohnt mit seiner Familie direkt über dem Lokal. "Im Sommer bei offenem Fenster zu schlafen, ist nicht möglich", beklagt er. In regelmäßigen Abständen werde die Straße zwar geflickt aber Besserung bringe das nicht. Aus Gründen der Sicherheit sammelt er die losen Steine von der Fahrbahn. "Ich bin der Ansicht, dass hier endlich mal etwas von Grund auf getan werden müsste. Wir Anlieger wurden je nach Grundstücksgröße für die Sanierung der Straße zur Kasse gebeten. Ich habe 4800 Euro dafür bezahlt", so El-Ghrajeb.

In der Stadtverwaltung ist das Problem bekannt. "Wir sind nicht glücklich mit dem Kleinstadtpflaster", sagt Straßenamtsleiter Jürgen Schmeier. Beim Bau seien aber Fördermittel geflossen, sodass erst nach einer gewissen Frist Veränderungen vorgenommen werden dürfen. "Sobald die Frist abgelaufen ist, werden wir die Einmündung von der Käthe-Kollwitz-Straße in die Holzstraße asphaltieren", verspricht er. Für die Kreuzung Käthe-Kollwitz-Straße / Puschkinstraße findet sich noch keine so schnelle Lösung. Denn die Puschkinstraße soll auch saniert werden. Bei der Gelegenheit würde dann auch das Kleinstadtpflaster verschwinden. Wann dass sein wird, ist aber noch unklar.

Von Margrit Hahn

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