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Luckenwalde WM-Iah-kel tippt im Endspiel auf Kroatien
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde WM-Iah-kel tippt im Endspiel auf Kroatien
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00:17 17.07.2018
Eselstute Yette im Luckenwalder Tierpark als WM-Iah-kel entschied sich für Kroatien. Quelle: Margrit Hahn
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Dahmeland-Fläming

Die Eselstute Yette im Luckenwalder Tierpark, die als WM-Iah-kel der MAZ die Ergebnisse vorhersagen soll, steuerte am Freitag ohne Umwege den Futtertrog von Kroatien an und ließ Frankreich links liegen. Damit erntete Yette Beifall bei den Tierparkmitarbeitern.

Orakel für das Gegenteil

Ob es diesmal tatsächlich so kommt, wie unser Orakel weissagt? Bis auf das Eröffnungsspiel hatte Yette mit ihren Futternapf-Tipps bisher leider immer falsch gelegen – also bei allen drei Partien mit deutscher Beteiligung. Gut, das Ausscheiden der Nationalelf erspart unserem Iah-kel weitere Blamagen beim Lesen im Futternapf-Satz.

Nun aber setzt Yette noch einmal auf Kroation. Natürlich könnte das auch bedeuten, dass Frankreich das WM-Finale gewinnt. Vielleicht kann sie aber auch nur das erste und letzte Spiel richtig deuten, dann würde Kroatien als Sieger hervorgehen. Seit wann sind Orakel auch leicht zu verstehen, bitteschön?

Ihren Fressnapf, der mit der kroatischen Flagge versehen war, fraß sie in Windeseile leer. „Da es momentan kein Grünfutter gibt, greifen wir auf Heu zurück. Dazu gibt es zwei Mohrrüben“, sagt Tierparkdirektor Michael Geißler. Hafer bekommt sie nicht, weil sie sonst zu dick wird. Yette lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Nachdem ihr Futtertrog leer war, trottete sie von dannen.

Eselstute Yette ging schnurstracks zum Kroatien-Futtertrog. Quelle: Margrit Hahn

Die Hitze der vergangenen Wochen hat die Eselstute unbeschadet überstanden. Nach dem Aufruf in der MAZ wurden auch zwei Paten für sie gefunden – aus Rohrbeck und Sperenberg. Sie unterstützen den Tierpark nun bei der Haltung der Eselstute – vielen Dank!

Mitarbeiter drücken Kroatien die Daumen

Im Tierpark drücken die Mitarbeiter am Sonntag Kroatien die Daumen. „Mein Favorit war Belgien. Aber die sind ja nun auch schon raus. Sie haben sich aber nicht so blamiert wie Deutschland“, sagt Michael Geißler. Jetzt gönnt er Kroatien den Sieg.

Tierpflegerin Sandra Friedrich ist noch etwas unsicher. Eigentlich sind ihr die Kroaten sehr sympathisch. „Aber mein Bruder lebt in Frankreich, deshalb bin ich etwas im Zwiespalt“, verrät sie. Auf jeden Fall will sie sich das Endspiel anschauen.

Michael Geißler fand es lustig, dass beim letzten Entscheid einige Besucher genau zugeschaut haben, als Yette den Futtertrog ansteuerte. „Sie wollten sehen, ob gemogelt wird und ob sich wirklich in beiden Eimern das gleiche Futter befand“, fügt der Tierparkdirektor hinzu.

Public-Viewing im Dahmeland-Fläming

Die Veranstalter von Public-Viewing in der Region ziehen kurz vor Ende der Weltmeisterschaft ein gemischtes Fazit. „Es wurde sehr ruhig, seit die Deutschen ausgeschieden sind. Die große Leinwand haben wir hier dann nicht mehr gebraucht“, sagt Petra Eisenhauer, Inhaberin des Restaurants Waldidyll in Luckenwalde. Zu den restlichen WM-Spielen seien kaum noch Fußballfans zu den TV-Übertragungen in das Lokal gekommen. „Letztendlich hat es sich nicht gelohnt“, resümiert Eisenhauer.

Die Luckenwalder haben jedoch weiterhin die Möglichkeit, im Nuthepark am Public-Viewing teilzunehmen. Die Großbildleinwand bleibt noch bis zum WM-Finale am Sonntagabend aufgebaut. Zudem wird Sonntags ab 13 Uhr wird ein Familienfest gefeiert mit Hüpfburg, Planschbecken, Kuchen, Gegrilltem und Musik.

Public-Viewing im Nuthepark Luckenwalde.. Quelle: Stadtmarketingverein

Auch in Jüterbog, wo die drei Vorrundenspiele der Deutschen Mannschaft auf dem Marktplatz übertragen wurden, überwiegt die Enttäuschung. Ursprünglich war geplant gewesen, mindestens noch das WM-Finale öffentlich zu zeigen, von dieser Idee nahmen die Veranstalter jetzt allerdings wieder Abstand. Die Resonanz bei den Zuschauern sei nicht so groß gewesen, heißt es bei der Firma Krähativ Event, die das Public-Viewing organisiert. Bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren hatten sich beim Halbfinalspiel der Deutschen gegen Frankreich noch mehrere hundert Zuschauer auf dem Jüterboger Marktplatz versammelt.

Hier wird das Finale übertragen

Doch nicht alle Anbieter von Public-Viewing haben aufgegeben. Trotz des Ausscheidens der Deutschen Nationalmannschaft wurde beispielsweise auf dem Hof des Klubhauses in Ludwigsfelde weiter die Fußball-Weltmeisterschaft übertragen. Allerdings kamen zu den Spielen zuletzt deutlich weniger Zuschauer, als während der Partien des deutschen Teams.

Public Viewing in Ludwigsfelde beim Spiel Deutschland gegen Südkorea am 27. Juni 2108 Quelle: Marina Ujlaki

Mitarbeiter des griechischen Restaurants „Akropolis“ in Wünsdorf (Zossen) berichten, dass sich die WM für ihr Lokal insgesamt durchaus gelohnt habe. Vor allem zu Beginn der Weltmeisterschaft sei die Stimmung sehr gut gewesen. In Wünsdorf wird das Finale auch wieder öffentlich übertragen.

Public-Viewing im Gasthof „Zur Friedenseiche" in Dannenreich Quelle: privat

Andre Kschiwan, Betreiber des Gasthofs „Zur Friedenseiche“ in Dannenreich (Heidesee) ist ebenfalls zufrieden mit seinem Public-Viewing. „Die ersten drei Spiele waren wirklich sehr gut besucht, da habe ich mich echt drüber gefreut“, sagt er. Zwar habe die Freude dann abrupt aufgehört, aber Kschiwan hat sein Konzept angepasst. Statt einer großen Leinwand reicht ihm und seinen Gästen für die Übertragung des Endspiels am Sonntag ein normaler Fernsehbildschirm.

Gema-Gebühr belastet die Kneipen

Public-Viewing, egal ob mit der Leinwand oder einem großen Bildschirm muss in aller Regel bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) angemeldet werden. Die Kosten berechnen sich unter anderem auch an der Größe des Veranstaltungsraumes. Für eine normale Kneipe können dabei schnell Gebühren im niedrigen dreistelligen Bereich fällig werden.

Von Margrit Hahn und Jonas Nayda

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