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Weniger Einwohner, weniger Geld

Luckenwalde reagiert auf Demografiewandel Weniger Einwohner, weniger Geld

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für Luckenwalde, das die Handlungsziele bis zum Jahr 2020 vorgibt, soll bis 2030 fortgeschrieben werden. Die Stadt reagiert damit unter anderem auf die veränderte Bevölkerungsentwicklung.

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Luckenwalder formen 2013 zum 800-jährigen Stadtjubiläum eine lebendige 800.

Quelle: Nadine Pensold

Luckenwalde. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) der Stadt Luckenwalde soll bis zum Jahr 2030 fortgeschrieben werden. Darüber informierten Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann und Gerald Zahn vom beauftragten Büro Basler und Partner. Das Insek wurde in den Jahren 2007 und 2008 erarbeitet und gibt die Handlungsziele und Schlüsselvorhaben eigentlich bis zum Jahr 2020 vor. Dennoch soll es im Auftrag der Stadt bereits jetzt ‒ zur Halbzeit ‒ überarbeitet und fortgeführt werden.

Gerald Zahn zog ein Zwischenresümee und begründete, warum das Konzept jetzt schon aktualisiert werden soll. "Die Bevölkerungsentwicklung hat sich verändert, die Einwohnerzahlen sind zurückgegangen", sagte Zahn. Es gebe weniger Kinder und mehr über 65-Jährige. "Weniger Einwohner bedeuten auch weniger Schlüsselzuweisungen. Außerdem hat sich die Förderpolitik des Landes komplett geändert, darauf muss die Kommune reagieren", sagte Zahn. Auf folgende Säulen müsse künftig verstärkt das Augenmerk gelegt werden: eine leistungsstarke Wirtschaft, eine barrierefreie Infrastruktur, ein attraktives Kultur- und Freizeitangebot und bezahlbares Wohnen.

Zahlen und Fakten

  • 21.000 Einwohner zählte die Stadt Luckenwalde im Jahr 2005. Für das Jahr 2020 werden rund 18.500 Einwohner prognostiziert.
  • Das Durchschnittsalter in Luckenwalde liegt derzeit bei 47 Jahren.
  • Trotz sinkender Einwohnerzahlen steigt anteilig die Zahl der Beschäftigten. Im Jahr 2008 lag die Arbeitslosigkeit in Luckenwalde bei 13,1 Prozent, heute beträgt sie 9,9 Prozent.
  • 148 Geburten standen im vergangenen Jahr 262 Sterbefällen gegenüber. Doch der sogenannte Wandersaldo ist positiv. Das heißt, es zogen mehr Menschen nach Luckenwalde (1008) als aus der Stadt weg (830). Das entspricht einem Zuwachs von 178 Menschen.

Als erfolgreiche Entwicklungsschritte hätten sich unter anderem die gute Bahnanbindung, die Südumfahrung der neuen Bundesstraße B101, die Sanierung der Kitas, die Gestaltung des Nuthe-Grünzuges, die Erweiterung der Fläming-Therme sowie die Schaffung von Bibliothek und Mobilitätszentrale im Postbahnhof erwiesen. "Luckenwalde als Tor zur Fläming-Skate macht sich gut, dennoch gibt es bisher dort keine Duschen und keinen Fahrradverleih", mahnte Gerald Zahn.

"Die Förderrichtlinie für kleine und mittlere Unternehmen ist zu einem nachgefragten Instrument geworden", lobte Zahn. Auch die Nähe zum Bürger habe mit Bürgerhaushalt, traditionellem Turmfest, Weihnachtsmarkt und Tierparkfest gewonnen. "Aber was Marketing und Management betrifft, so verkauft sich die Stadt noch unter Wert", gab er zu bedenken. Laut Peter Mann wurde die Stadt im Entwicklungskonzept in 16 Teilräume untergliedert. "Das stabilste Quartier ist das zwischen Bahnhof und Boulevard", konstatierte er.

Im Sommer wird es eine Stadtentwicklungsklausur zum Thema Insek geben. Spätestens im Januar 2015 soll das neue Konzept fertiggestellt sein.

Von Elinor Wenke

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