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Luckenwalde Wie eine Stadt den Frühling feiert
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Wie eine Stadt den Frühling feiert
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00:45 02.05.2018
Auf dem Luckenwalder Boulevard blühte es am Sonntag beim Frühlingsfest an allen Ecken und Enden. Quelle: Laura Goerner
Luckenwalde

Besser hätte man es am Sonntag in Luckenwalde mit dem Wetter kaum treffen können. Der Himmel hing tiefblau über dem Boulevard, die Sonne strahlte. „Es ist ja schon fast ein Sommerfest”, freute sich Stadtmarketingchefin Elisabeth Thiemann. Gefeiert wurde aber tatsächlich der Frühling.

Die Stadt Luckenwalde hatte zu einem Frühlingsfest auf die Fußgängerzone der Stadt geladen. Diese zu beleben sei ein großes Anliegen, erzählte Thiemann. Dafür war unter anderem ein Bauern- und Pflanzenmarkt organisiert worden.

Weil Luckenwalde eine bienenfreundliche Stadt sein will, hatten Mitarbeiter des Grünflächenamtes bienenfreundliche Pflanzen wie Lavendel, Glockenblumen oder Dahlien mitgebracht, die versteigert wurden. Mit Samen und Zwiebeln gefüllte Bienenkisten wurden verlost. Drei große Insektenhotels, die von Jugendlichen erbaut worden waren, sollten das Interesse für Handwerk und Natur wecken, erzählte Michaela Hoffmann, Abteilungsleiterin im Grünflächenamt.

Der künftige Imker schaut vorbei

Tatsächlich zog das Spektakel auch Bienenfreunde wie Jürgen Totzke an. Er sei vor allem gekommen, um Kontakte zu knüpfen, sagte Totzke. „Ich will Imker werden. Man hört so viel vom Bienensterben, da möchte ich mich engagieren.”

Andere Besucher waren mehr am Bauernmarkt interessiert. Zucchini- oder Tomatenpflanzen, vor allem Bohnenkraut und Petersilie seien schon nach zwei Stunden fast ausverkauft gewesen, berichtete Marco Labes von der Gärtnerei aus Woltersdorf. Neben Gemüsesorten gab es ein vielfältiges Angebot an Balkonpflanzen.

Die vom „Lokalen Frischemarkt“ veranstaltete Pflanzenbörse ermöglichte es den Besuchern, Ziergras gegen andere Pflanzen oder eine kleine Spende einzutauschen.

Fruchtgebäck kommt bestens an

Über Spenden für die Abikasse freuten sich auch Schüler der 11. Klasse des Friedrich-Gymnasiums, die an ihrem Kuchenstand vor allem mit Fruchtgebäck punkteten.

Herzhafte Leckereien waren am Stand des Biolandhofs Klinkenmühle zu finden. „Vino e Letto” nebenan versprühte toskanisches Flair. Anke Heimburger verkaufte Olivenöle mit Rosmarin- oder Zitronennote und würzige Bruschetta-Aufstriche aus italienischen Familienbetrieben. „Echt Fläming” nutzte den Tag, um für Kleinproduzenten aus der Region zu werben.

Dass das vom Stadtmarketingverein organisierte Frühlingsfest von Jahr zu Jahr vielfältiger wird, stellte Berchta Weber fest, die mit dem Chor „Lyra” auftrat.

Bei den volkstümlichen Liedern des Chores konnten Besucher neben dem Marktbrunnen bei einem kühlen Bier entspannen. Kinder fanden Spaß auf einer Hüpfburg oder beim Kinderschminken.

Von Laura Goerner

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