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Luckenwalder Bahnhof wird täglich gereinigt

Saubere Stadt Luckenwalder Bahnhof wird täglich gereinigt

Boden wischen, Fliesen putzen: Der Luckenwalder Bahnhof gilt schon lange als ständige Dreckecke. Dem will die Stadt jetzt Abhilfe schaffen. Auf eigene Kosten lässt sie den Tunnel und die Treppen jetzt täglich sauber machen.

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Beate Gilewski (l.) und Gabi Günther reinigen täglich.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Jeden Morgen um 10 Uhr ist eine fleißige Frauen-Putzkolonne am Luckenwalder Bahnhof unterwegs, um die Treppen und den Tunnel zu reinigen. Jeden Tag, sieben mal in der Woche, 52 Wochen im Jahr. Seit Anfang März lässt die Stadt auf eigene Kosten täglich die Zugänge zu den Bahnsteigen reinigen. Der Auftrag, für den das Luckenwalder Unternehmen Fläming Clean per Ausschreibung den Zuschlag bekommen hat, ist Teil der Kampagne „Saubere Stadt“. Im Jahr des Jubiläums „800 Jahre Luckenwalde“ soll die Kreisstadt aufgehübscht und attraktiver werden.

Die Initiative zur Kampagne kam von den CDU-Stadtverordneten, das Maßnahmenpaket von der Verwaltung. Die Idee der täglichen Bahnhofsteinigung stammt von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD). „Der Bahnhof als Eingangstor der Stadt soll von seinem Status als Dreckecke befreit werden“, sagte sie am Montag bei einem Vor-Ort-Termin.

Zunächst ein Experiment für ein Jahr

Zwar ist grundsätzlich die Deutsche Bahn für die Reinigung der Bahnhofsanlagen zuständig, das Ergebnis war aber meist unbefriedigend. „Neben der Grobreinigung veranlasst die Bahn alle zwei Wochen eine Feinreinigung“, sagte Ordnungsamtsleiterin Anette Wolters, „aber meist war schnell wieder alles schmutzig. Der Zustand der Aufgänge war uns schon lange ein Dorn im Auge.“ Die Stadt stellt im Haushalt 12 000 Euro zur Verfügung. „Es ist zunächst ein Experiment für ein Jahr“, sagte Herzog-von der Heide, „wir sind gespannt auf den Effekt.“

Mit ihrer Mitarbeiterin Beate Gilewski legt Vorarbeiterin Gabi Günther in den ersten Wochen selbst mit Hand an, bis personell eine andere Lösung gefunden ist. Sie suchte auch eine fahrbare Putztechnik, eine sogenannte Vispa, aus. „Damit können wir den Flurbelag am besten reinigen und es erleichtert den Frauen die schwere körperliche Arbeit“, sagte sie. Jedes Mal wird gereinigt und nass gewischt.

Positive Reaktionen der Fahrgäste

In den ersten Tagen seien die Treppen noch extrem verschmutzt gewesen, aber bei der täglichen Reinigung halte die Sauberkeit länger an. Die Putzfeen kommen um 10 Uhr, da sind die Berufspendler durch und man findet am Nachmittag einen sauberen Bahnhof vor. Gabi Günther war selbst über die Osterfeiertage zu Gange. „Ich habe nur positive Resonanz erlebt. Die Leute haben sich gefreut, dass sauber gemacht wird“, sagte sie.

Die Stadt erhofft sich einen Langzeit-Effekt. „Wenn alles sauber aussieht, ist vielleicht die Hemmschwelle höher, alles wieder schmutzig zu machen“, sagte Herzog-von der Heide. Sie erwägt, nach einem Jahr möglicherweise die Reinigungsintervalle wieder zu verändern.

Bahnfahrer wundern sich derzeit aber nicht nur über die Putzfeen, sondern auch über Bauarbeiten und Bretterverschläge im Tunnel. „Die Fahrstühle werden von der Bahn komplett erneuert“, sagte Anette Wolters. Die Arbeiten dauern bis zum 27. Mai.

Von Elinor Wenke

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