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Luckenwalder Flucht-Simulation

Theater Luckenwalder Flucht-Simulation

Das Theaterstück „Krieg – stell dir vor, er wäre hier“ wurde in der Luckenwalder Bibliothek gezeigt. Es simuliert die Flucht einer Familie aus Deutschland nach Ägypten – und regte das Pubikum zur Diskussion an.

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Darsteller Michael Magel (l.), Theaterpädagoge Robert Grzywotz.

Quelle: Lisa Blech

Luckenwalde. Die Welt steht Kopf. Es herrscht Krieg in Europa. Dieses Szenario wurde am Mittwochabend in der Luckenwalder Bibliothek am Bahnhof dargestellt. Veranlasst wurde die Aufführung in der Bibliothek und am Gymnasium durch Bibliotheksleiterin Elka Freudenberger, durchgeführt in Zusammenarbeit mit Andreas Kitzing vom städtischen Kulturamt.

Nach einem Roman von Janne Teller

„Krieg – stell dir vor, er wäre hier“ lautete der Titel des Klassenzimmer-Stückes. Es basiert auf dem gleichnamigen Roman der dänischen Autorin Janne Teller. Buch und Theaterstück sensibilisieren nicht nur für alternative Zukunftsperspektiven, sondern regen auch Gedankengänge zur aktuellen Flüchtlingsthematik an. Dabei wird vor allem Wert auf Empathie und Perspektivübernahme gelegt, um zwischenmenschliches Verständnis in Bezug auf die Flüchtlinge zu bewirken.

Emotionsgewaltiges Theaterspiel

Emotionsgewaltig spielte Michael Magel vom Theater der Altmark aus Stendal die Rolle eines Deutschen, der durch einen Kampf zwischen Demokratie und Neo-Nationalsozialismus mit seiner Familie über den Seeweg nach Ägypten fliehen muss. Dabei zeigte Magel den steinigen Weg auf, bei dem schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden müssen. Zwei Jahre warten sie auf den offiziellen Asylstatus und hoffen, nicht abgeschoben zu werden. Dann leben sie in der hintersten Ecke des Landes. Im Anschluss an das Klassenzimmer-Stück luden Theaterpädagoge Robert Grzywotz und Michael Magel zum Gespräch ein.

Begeisterte Besucher

Mandy Ziedrich und Henry Schmolk aus Luckenwalde, die zum Team gehören, das im Rahmen eines Integrationsprojektes Flüchtlingen im Alhambra Deutschunterricht gibt, waren begeistert. „Ich kann nun besser verstehen, was sie durchgemacht haben und mich in die Situation emotional reinversetzen“, sagte Ziedrich. „Der Perspektivwechsel gibt wichtige Gedanken mit.“, fügte Schmolk hinzu.

Von Lisa Blech

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