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Luckenwalder Gedenkstein wird aufgearbeitet

Erinnerungskultur Luckenwalder Gedenkstein wird aufgearbeitet

Ein Findling an der Ruhlsdorfer Chaussee in Luckenwalde erinnert an die Gefallenen des Krieges im Jahr 1813. Doch der Stein sieht heruntergekommen aus, die Schrift ist kaum noch zu lesen. Nun soll er aufgearbeitet werden.

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Ein Findling erinnert an der Ruhlsdorfer Chaussee an die Kämpfe von 1813.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Am nördlichen Stadteingang von Luckenwalde, an der Ruhlsdorfer Chaussee unweit der Mühle Steinmeyer, erinnert ein Gedenkstein an das Kriegsgeschehen, das sich vor mehr als 200 Jahren dort zugetragen hat. Am 20. August 1813, drei Tage vor der Schlacht von Großbeeren, starben dort mindestens 29 Menschen. Der Ort gilt als das älteste Kriegsgrab der Stadt.

Findling aus dem Jahr 1958

Im Jahr 1958 wurde von Mitgliedern des damaligen Kulturbundes der DDR an der Stelle ein Findling aufgestellt, später, im Jahr 2008, von der Stadt Luckenwalde ein Merkzeichen in Form einer Stele angebracht. Der Text erinnert an die Gefallenen der Befreiungskriege.

Diese Stele wurde von der Stadt im Jahr 2008 als Merkzeichen und zur Erinnerung an die Kriegsgefallenen an der Ruhlsdorfer Chaussee aufgestellt

Diese Stele wurde von der Stadt im Jahr 2008 als Merkzeichen und zur Erinnerung an die Kriegsgefallenen an der Ruhlsdorfer Chaussee aufgestellt.

Quelle: Elinor Wenke

Doch der einst so bemerkenswerte Stein ist in die Jahre gekommen und sieht verwittert aus; die Schrift ist kaum noch zu entziffern. Für Ursula Rothenburg ist der Findling zum Stein des Anstoßes geworden. Die 88-jährige Luckenwalderin ärgert sich schon lange darüber und verweist auf die Feierlichkeiten der Kreisstadt zum 800-jährigen Bestehen. „Überall wird alles schön gemacht und auf solche kleinen Schandflecke wird nicht geachtet“, sagte sie gegenüber der MAZ. Gerade die Ortseingänge aber müssten für die Besucher einladend aussehen, so die Seniorin.

Die Nachfrage hatte Erfolg

Die Nachfrage bei der Stadt hat gefruchtet. Mitarbeiter des Straßen-, Grünflächen- und Friedhofsamtes haben die Situation vor Ort in Augenschein genommen. „Der städtische Bauhof hat den Auftrag erhalten, den Stein zu reinigen, die Schrift nachzuarbeiten und die Fläche rundherum zu pflegen“, erklärte Amtsleiter Jürgen Schmeier. So wird der Findling auch bald wieder auffallen. Ursula Rothenburg, die den Stein quasi ins Rollen gebracht hat, zeigte sich äußerst zufrieden.

Von Elinor Wenke

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