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Luckenwalder Museum mit neuen Vitrinen

Heimatgeschichte Luckenwalder Museum mit neuen Vitrinen

Bewohner zeigen sich sehr großzügig, wenn es um das Heimatmuseum geht. Um historische Dinge der Luckenwalder besser präsentieren zu können wurden jetzt zwei neue Vitrinen angeschafft. In eine kommen die Spenden, die andere hat eine ganz andere Überraschung parat.

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Museumsleiter Roman Schmidt (r.) vor einer neuen Vitrinen mit dem von Bürgern gesponserten Olympia-Fackelstab.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Auf den ersten Blick scheint sich nicht viel verändert zu haben – so gut passen sich die neuen Vitrinen in den Eingangsbereich des Luckenwalder Heimatmuseums ein. Doch Museumsleiter Roman Schmidt freut noch aus einem anderen Grund über die neuen Ausstellungsmöbel: „Wir haben jetzt Schätze zum Mitnehmen und Hierlassen.“

In den vergangenen Jahren haben viele Luckenwalder dem Museum Gegenstände, Fotos und Dokumente geschenkt, die größtenteils allerdings im Fundus verschwanden. Dafür waren sie Museumsmitarbeiterin Regine Liesigk zu schade. Ihr kam die Idee, zwei besondere Vitrinen anfertigen zu lassen: In einer werden künftig jene Exponate ausgestellt, die das Museum geschenkt bekommt. Die zweite Vitrine enthält Bücher über Luckenwalde. Mit Hilfe von Telefonhörern können sich Besucher Ausschnitte anhören und – bei Gefallen – die Bücher dann eine Treppe tiefer am Tresen der Touristinformation zu erwerben.

Hier in der Vitrine sind jene Gegenstände ausgestellt, die Luckenwalder dem Museum zur Verfügung gestellt haben

Hier in der Vitrine sind jene Gegenstände ausgestellt, die Luckenwalder dem Museum zur Verfügung gestellt haben.

Quelle: Margrit Hahn

Für Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) fügen sich die neuen Errungenschaften des Museum ins Jubiläumsprogramm „Luckenwalde 800“ ein. Der März war historischen Themen gewidmet – und da seien die neuen Vitriten das Tüpfelchen auf dem „I“, so die Bürgermeisterin. Die Dauerausstellung im Heimatmuseum sei eine erzählte Geschichte der Stadt. Zu einer guten Erzählung gehören Handlung und Spannungsbogen und letztendlich auch eine Botschaft. Zur Illustration des roten Fadens dienen die ausgewählten Exponate. Allerdings war es schwierig, sich auf einige wenige Ausstellungsstücke aus dem großen Fundus beschränken zu müssen. „Aber es wäre für den Museumsbesucher ermüdend und verwirrend, wenn das gesamte Inventar auf den Tisch oder in die Vitrine käme“, sagte Herzog-von der Heide.

Luckenwalder schenken dem Museum ihre private Schätzen

Für sie ist bemerkenswert, dass sich viele Bürger in die im Museum erzählte Stadtgeschichte, einklinken und den Hauptstrang der Erzählung mit einem Detail aus persönlicher Sicht bereichern wollen. So sehen viele ihre Familiengeschichte als Teil der Stadthistorie und dokumentieren dies. Nur so ist es zu erklären, dass gut 90 Prozent der Besitztümer des Museums Schenkungen sind. Dies ist ein Beweis dafür, dass die Dinge im Museum in guten Händen sind.

Bisher nur ein Bruchteil aus dem Fundus zu sehen

„Ich habe es vor diesem Hintergrund immer als ein bisschen schade empfunden, dass nur ein Bruchteil der Museumsschätze gezeigt werden kann“, fügte die Bürgermeisterin hinzu, „denn wohl die meisten Gönner wünschen sich, dass ihre Gabe auch von anderen wahrgenommen werden kann.“ Die Vitrinen werden in regelmäßigen Abständen neu bestückt. Museumsbesucher dürfen gespannt sein, was noch so alles zum Vorschein kommt.

Sofort Ersatzangebote nach Diebstahl

„Wie sehr uns die Luckenwalder gewogen sind, lässt sich an einem Beispiel dokumentieren.“, berichtet Roman Schmidt. Vor zwei Jahren wurde der olympische Fackelstab von 1936 aus den Ausstellungsräumen gestohlen. Der Museumschef ging davon aus, dass es kaum ein zweites Exemplar mehr geben dürfte. Als über den Diebstahl in der MAZ berichtet wurde, erhielt Schmidt aber schon morgens um 8 Uhr einen Anruf, dass ein anderer Bürger eine solche Fackel zur Verfügung stellen würde. Um 10 Uhr rief abermals jemand an und um 14 Uhr wollte noch ein dritter Anrufer einen solchen Fackelstab aus seinen Privatbesitz abgeben. „Das zeigt sehr eindrucksvoll welche Bedeutung das Museum für die Bevölkerung hat“, sagt Schmidt.

Von Margrit Hahn

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