Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Krankenhaus-Flohmarkt für die Feuerwehr
Lokales Teltow-Fläming Krankenhaus-Flohmarkt für die Feuerwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:16 13.10.2018
Am Dienstagvormittag bedankte sich Robert Weise-Prüß (r.) bei den angehenden Gesundheitshelfern und ihren Lehrern für die Teilnahme an der Spendenaktion. Anja Karstädt (2. v. l) und Susann Veit (M.) aus dem dritten Lehrjahr überreichten den symbolischen Scheck Quelle: Margrit Hahn
Jüterbog/Luckenwalde

„Ich bin echt begeistert, dass sich auch junge Leute für dieses Thema sensibilisieren lassen und sogar eine eigene Aktion auf die Beine stellen, um zu helfen“, sagt Robert-Weise-Prüß. Der Seehausener, der in Jüterbog die Media- und Marketing-Agentur whoch3 betreibt, ist Initiator der Spendenaktion „Danke Feuerwehr“, die noch bis Ende Oktober läuft.

Zu schade zum Wegwerfen

Mit der jüngsten Spende in Höhe von 405 Euro und 16 Cents befinden sich nun insgesamt 2800 Euro auf dem Konto der über die Spendenplattform Leetchi eingerichteten Sammelaktion (die MAZ berichtete). Die Schüler der im Luckenwalder DRK-Krankenhaus befindlichen Schule für Gesundheitsberufe waren auf die Idee gekommen, nicht mehr benötigtes, veraltetes Lehrmaterial, das sonst weggeworfen worden wäre, auf einem eigenen Flohmarkt zu verkaufen.

Bei einer Aufräumaktion während der Schulferien hatten die angehenden Gesundheitshelfer die überwiegend aus den 70er und 80er Jahren stammenden Schätze in Form anatomischer Atlanten, medizinischer Modelle und Lehrbücher entdeckt, die bei Sammlern recht begehrt sind. „Uns allen war klar: So viele so tolle Sachen sind zum Wegwerfen viel zu schade“, schildert Lehrerin Aileen Wernicke die Geburtsstunde der Flohmarkt-Idee. Bei der Suche nach einem guten Zweck für das erwirtschaftete Geld stießen die Azubis auf der Webseite der Wirtschaftsjunioren auf die passende Idee. Sich an der Spendenaktion zugunsten der Feuerwehren zu beteiligen, war für sie als angehende Lebensretter keine Frage, wie sich bei der offenen Abstimmung über das Spendenziel zeigte.

Plakate im Krankenhausflur

Mit selbstgefertigten Plakaten auf den Fluren des Krankenhauses und Postings in den sozialen Netzwerken machten die Azubis auf den Flohmarkt aufmerksam, der Ende September im Krankenhaus stattfand. Wer mochte, konnte an diesem Tag auch privaten Trödel an den Mann und an die Frau bringen.

„Die Aktion war ein Riesenerfolg“, schildert Aileen Wernicke. Nicht nur Patienten, Ärzte und Pflegepersonal kamen in großer Zahl, sondern auch Neugierige von außerhalb. Jens Königer, Chefarzt der Gastroenterologie, war der erste, der nicht widerstehen konnte und eine alte Anatomiekarte über das Verdauungssystem erstand. „Es gab sogar Besucher, die zwar nichts kauften, aber wegen des guten Zwecks trotzdem etwas in unsere Spendenbüchse taten und sich sehr positiv über die Aktion äußerten“, freut sich Wernicke. Nicht verkaufte Kindersachen von den privaten Flohmarktständen gingen als Spende an die Kinder- beziehungsweise Entbindungsstation. Aufgrund des Erfolges denken Schüler und Lehrerkollegium inzwischen bereits über einen zweiten Flohmarkt nach.

„Echt beispielhaft“

Für Robert Weise-Prüß ist die Aktion ein Beleg für die Richtigkeit seiner Aktion: „Statt einfach fünf oder zehn Euro aufs Konto zu überweisen, was natürlich auch schon toll gewesen wäre, haben sich die jungen Leute dafür entschieden, selbst aktiv zu werden. Das finde ich echt beispielhaft.“

Noch bis zum 31. Oktober kann man sich auf der Webseite www.danke-feuerwehr.de über die Hintergründe der Aktion informieren. Man kann dort auch Geld transferieren und Vorschläge machen, wie der Erlös am Ende am gerechtesten verteilt werden könnte.

Von Uwe Klemens

Der Spielleiterkurs zeigt am Donnerstag nach zweijährigem Training die Früchte seiner Arbeit kostenlos in Altes Lager. Die Teilnehmer präsentieren Texte aus Goethes Urfaust und Faust I, sowie Selbstgeschriebenes.

10.10.2018

Es ist ein schwieriges Jahr für die Landwirte in der Region. Vor allem Kartoffelbauern haben mit Ernteausfällen zu kämpfen. Ein Baruther Betrieb kann seine Erträge nur mit hohem Aufwand sichern.

13.10.2018

Randalierer haben ihre Spuren in der im Bau befindlichen Sportanlage am Baruther Schulzentrum hinterlassen. Trotzdem wird das von der Stadt finanzierte 300.000-Euro-Projekt pünktlich fertig.

10.10.2018