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Teltow-Fläming Luckenwalder empfinden mehr Fluglärm
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalder empfinden mehr Fluglärm
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00:19 21.08.2017
Flugzeuge am Himmel erfreuen nicht jedermann am Boden.
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Schönhagen

Wenn Kleinflugzeuge vom Flugplatz Schönhagen aus am Himmel ihre Runden drehen, ist das offensichtlich nicht für jedermann ein Vergnügen. In Luckenwalde fühlen sich Anwohner in Wohngebieten „hinter der Bahn“ in diesen Tagen von fliegenden Brummern und deren Lärm belästigt. „Gefühlt werden es gerade jetzt im Sommer immer mehr kleine Flugzeuge am Himmel“, sagte Carola Schütze am MAZ-Lesertelefon. „Besonders an Wochenenden hat die Zahl zugenommen und sie fliegen zum Teil sehr tief“, so Carola Schütze weiter.

„Die konkreten Zahlen können das nicht bestätigen“, erklärt Monika Kühn, Assistentin der Geschäftsführung der Flugplatzgesellschaft Schönhagen. Zum 31. Juli 2016 wurden in Schönhagen 27 156 Flugbewegungen registriert. Zum 31. Juli dieses Jahres waren es 25 835, also 4,9 Prozent weniger. „Schwankungen in dieser Größenordnung sind völlig normal und liegen in diesem Jahr vermutlich am schlechten Sommerwetter“, erläutert Monika Kühn.

Jeder Hinweis wird ernst genommen

Man nehme aber jeden Hinweis der Bürger ernst. Der Anwohnerbeirat habe sich zu einem guten Instrument entwickelt, um Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren. „Diese müssen sich aber geografisch auf den unmittelbaren Flugplatzbereich beschränken. Selbst bei gutem Willen wäre eine Einflussnahme des Flugplatzes auf den Luftraum rund um Luckenwalde rechtlich nicht möglich“, so Monika Kühn weiter.

Laut Paragraf 1 des Luftverkehrsgesetzes dürfen die Flugzeuge generell über Luckenwalde fliegen. Die Mindestflughöhe über Städten und dicht besiedelten Gebieten beträgt 300 Meter über dem höchsten Hindernis im Umkreis von 600 Metern. „Uns liegen keine Erkenntnisse vor, dass diese Höhen unterschritten werden“, sagt Monika Kühn. Die freie Nutzung des Luftraumes gilt auch für Trebbin. Meinungsbekundungen, dass man über diese Stadt nicht fliegen dürfe, seien falsch.

Entlastung für umliegende Orte

Ob es irgendwelche Auflagen oder Empfehlungen für die Piloten gibt, um Anwohner nicht über Gebühr zu belasten, wollte Carola Schütze wissen. „Der Flugplatz hat in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die An- und Abflugverfahren zu optimieren und die umliegenden Ortschaften zu entlasten“, versichert Monika Kühn. Gemeinsam mit dem Anwohnerbeirat seien erst im vergangenen Jahr aktuelle Erkenntnisse ausgewertet und alle Verfahren grundlegend überarbeitet worden. Dies habe in diesem Jahr für die umliegenden Orte zu spürbaren Entlastungen geführt. Luckenwalde liege jedoch zehn Kilometer südlich des Sichtanflugverfahrens und damit außerhalb des Bereiches, auf den der Flugplatz überhaupt einen Einfluss habe.

Einflugpunkt auch nach Berlin, Oehna, Reinsdorf und Holzdorf

„Berlin ist nun mal ein Ballungsraum mit einem hohen Verkehrsaufkommen im Umfeld. Dabei spielt nicht nur der Luftverkehr von und nach Schönhagen eine Rolle“, sagt Monika Kühn. Luckenwalde liege zum Beispiel auf einer geraden Linie zwischen dem westlichen Einflugpunkt in den Berliner Luftraum und den Flugplätzen Oehna, Reinsdorf sowie Holzdorf.

Nach Ansicht von Monika Kühn orientieren sich manche Piloten möglicherweise am Windrad in Luckenwalde, weshalb die Flugzeuge verstärkt im westlichen Teil der Stadt wahrgenommen werden. „Und wenn Flugzeuge kreisen, handelt es sich vielleicht um Rundflüge, die für die Insassen natürlich spannender sind als für die Anwohner am Boden“, vermutet Kühn.

Von Elinor Wenke

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