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Ludwigsfelde: Mercedes führt Nachtschicht wieder ein

Autoproduktion Ludwigsfelde: Mercedes führt Nachtschicht wieder ein

Das Erfolgsmodell Sprinter aus dem Hause Mercedes ist so gefragt, dass im Werk Ludwigsfelde nach der Sommerpause wieder dreischichtig produziert werden soll. Das teilt der Stuttgarter Autobauer mit. Die IG Metall hält diese Entscheidung wegen des hohen Krankenstandes für überfällig. Allerdings wird die Nachtschicht nicht die gleiche Stärke haben wie die restlichen Schichten.

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Die Sprinterproduktion in Ludwigsfelde läuft auf Hochtouren.

Quelle: Daimler

Ludwigsfelde. Beim Autobauer Mercedes in Ludwigsfelde soll ab Ende August zeitweise in dritter Schicht gearbeitet werden. Das sagt ein Sprecher aus der Konzernzentrale in Stuttgart.

Er erklärt, nach der Blockpause im Sommer soll der Sprinter nachts reduziert, „mit etwa halber Mannschaftsstärke“ wie es heißt, gefertigt werden. Grund für die Wiedereinführung dieser Schichtplanung sei die gestiegene Nachfrage nach dem Erfolgstransporter aus dem Hause Mercedes. In dem brandenburgischen Werk mit rund 2000 Beschäftigten wird der offene Sprinter-Typ zurzeit zweischichtig produziert, allerdings teils bis nach Mitternacht. 200 Fahrzeuge rollen dort aktuell jeden Tag vom Band. Im ersten Quartal dieses Jahres war der Absatz auf 41 000 Fahrzeuge gestiegen, im Vorjahreszeitraum waren es 40 900. Angekündigt hatte VW seit langem, dass der Konzern seine Ludwigsfelder Auftragsproduktion des baugleichen Transporters Crafter im vierten Quartal dieses Jahres streicht. Bisher ist nicht bekannt, ob und womit Mercedes den Wegfall dieses Produkts am Standort kompensiert.

„Die Belastung der Mitarbeiter war ins Unermessliche gestiegen“

Aus Sicht der IG Metall war die Wiedereinführung der dritten Schicht überfällig, die Gewerkschaft verlangt sie seit 2015. Der Ludwigsfelder IGM-Funktionär Hermann von Schuckmann sagte gegenüber der MAZ: „Die Belastung der Mitarbeiter war ins Unermessliche gestiegen.“

Bisher habe man die dritte Schicht aus Kostengründen abgelehnt; der Gewerkschafter, selbst Aufsichtsratsmitglied, sagt: „Es ist erfreulich, wenn sich das Management besonnen und diese für die Mitarbeiter bessere Regelung beschlossen hat, denn es war selbst über den hohen Krankenstand beunruhigt. Der Zusammenhang zur hohen Belastung ist offensichtlich.“ Mit der Entscheidung zur dritten Schicht sei die Voraussetzung gegeben, dass sich der Krankenstand wieder normalisiere, so von Schuckmann. Und er sagt, die dritte Schicht sollte auch im kommenden Jahr für die Produktionsvorbereitung des neuen Sprinters - bisher VS 30 genannt - fortgeführt werden. „Schon deshalb, weil bei der Umstellung längere Produktionsstillstände eingeplant werden müssen.“ Das gesamte Produktionsprogramm sei gedrängt, erklärt der Mann von der IG Metall, „dass die dritte Schicht auch 2017 gebraucht wird“.

Von Jutta Abromeit

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