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Ludwigsfelde feiert 50 Jahre Stadtrecht

Geburtstagsparty mit Kletter-Ei und Riesenvogel Ludwigsfelde feiert 50 Jahre Stadtrecht

Jung und Alt feierten in Ludwigsfelde Jubiläum: Der Ort hatte vor 50 Jahren, als die Lkw-Produktion begann, Stadtrecht erhalten. Das größte Geschenk machte sich die jüngste Stadt im Kreis TF selbst: ein Aktivpark mit ausgefallen Großspielgeräten wie Kletter-Ei, begehbarer Wasserfläche oder Riesenvogel. Die bisher zentrumslose Stadt ist auf dem Weg zu einer Mitte.

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In Ludwigsfelde kann man übers Wasser laufen – hier tanzen Eva und Riia auf der begehbaren Wasserfläche.

Ludwigsfelde. Ausgelassen feierte Ludwigsfelde, die jüngste Stadt im Landkreis, ihren 50. Geburtstag. Das größte Geschenk machte sie sich selbst – sie eröffnete am Sonnabend den zweiten Teil des künftigen Aktivparks zwischen Kirche und Potsdamer Straße. Anschließend wurde am und im Stadt- und Technikmuseum, dem ehemaligen Bahnhofsgebäude, bis in die Nacht gefeiert, dass Ludwigsfelde mit dem Beginn der Lkw-Produktion vor 50 Jahren Stadtrecht erhalten hatte.

Am neuen Aktivpark warteten Jung und Alt kurze offizielle Grußworte kaum ab, vor allem die begehbare Wasserfläche und ein beweglicher bunter Riesenvogel wurden umgehend ausprobiert. Mittendrin Stadtverordnete und Gruppen, die diesen Park bei Bürgerforen zur Neuen Mitte gewünscht, mit erdacht und konzipiert hatten. Und mittendrin der amtierende Bürgermeister Torsten Klaehn, Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) und Andreas Igel (SPD), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, sowie Landtagsabgeordnete. Gemeinsam mit Kindern und Evelyn Stöber, der Kommunalservice-Leiterin der Stadtverwaltung, enthüllten sie ein Überraschungsei XXL: Die Plane wurde gelöst und gab ein Kletter-Ei frei. Umgehend nahmen Kinder es in Besitz, Bernhard Mies vom Alpinclub Berlin beruhigte Eltern und gab Kindern Tipps.

Schnell umlagert waren auch Naturteich und begehbare Wasserfläche. Auf letzterer tanzten Eva und Riia von den Berliner Danceworks. Viele Senioren hatten praktische Ideen für diesen Park eingebracht, ob Erika Dahlke aus dem Ortsteil Siethen, die Seniorenbeiratsvorsitzende Vera Paul oder Peter Rieger vom Schwimmverein. Opas und Enkel probierten fest installierte Fitnessgeräte, Omas „radelten“ auf Parkbänken sitzend per Tretlager. Sie alle freuten sich am Festtagstrubel. Der Satz „So hatten wir uns das vorgestellt“ war nicht nur einmal zu hören. Es war auch ein Tag für Evelyn Stöber, seit 1989 in der Verwaltung. Landen sonst Beschwerden zu Winterdienst oder Straßenreinigung bei ihr, hörte sie jetzt viel Lob. Eine ihrer ausgefallenen Ideen: ein Karussell für Rollstuhlfahrer.

Insgesamt kostet der Aktivpark 1,5 Millionen Euro, zu ihm gehört das bereits stark frequentierte Skate- und BMX-Areal jenseits der Autobahn. Der neue Teil kostete 850 000 Euro. Das meiste Geld dafür kam aus Fördertöpfen. Bisher hat die von der Autobahn geteilte Stadt keine Mitte.

Natürlich gab es auch Glückwünsche zum 50. So vom Landkreis. Der Beigeordnete Detlef Gärtner (SPD) überbrachte sie. Er sprach von „einem Ort der Superlative“. Mit aktuell 19 849 Menschen sei die Kernstadt größter Ort im Kreis. Zudem der, in dem die Menschen mit 1455 Leuten je Quadratkilometer am dichtesten lebten; in Schöneweide (Gemeinde Nuthe-Urstromtal) seien es nur vier. Ludwigsfelde biete 12 000 Arbeitsplätze und „in Lu sind 12,2 Prozent der Teltow-Fläminger zu Hause“, sagte Gärtner. Nicht umsonst seien Wohnungen und Grundstücke in der Industriestadt Mangelware. „Machen Sie weiter so, liebe Ludwigsfelder, Frank Gerhard wäre stolz auf Sie“, sagte Gärtner und erinnerte damit an den im März überraschend gestorbenen Bürgermeister.

Auf ein Jubiläumsbaby, das von der Sparkasse 50 Euro erhält, mussten die Moderatoren Klaehn, Igel und Kultur-Frau Carla Karstädt am Sonnabend vergeblich warten. Nun erhält der am Sonntag geborene kleine Ahrensdorfer Mikel Steinbeck das Geld.

Von Jutta Abromeit

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