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Teltow-Fläming Ludwigsfelde plant Bestattungswald
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde plant Bestattungswald
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04:25 02.06.2016
Anders als auf traditionellen Friedhöfen dürfen Urnengräber im Bestattungswald nicht gepflegt werden. Quelle: Josefine Sack
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Ludwigsfelde

Die Erweiterung des Ludwigsfelder Friedhofs ist beschlossene Sache: Geschlossen stimmten die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung am Dienstagabend für die Pläne der Verwaltung, am Thyrower Weg künftig mehr Platz für Grabanlagen zu schaffen.

Zuvor war in sämtlichen Ausschüssen über den Ausbau des städtischen Friedhofs beraten worden. „Unter Beachtung des demografischen Wandels ist eine Friedhofserweiterung spätestens ab 2018 unabwendbar“, hieß es zur Begründung in der Beschlussvorlage. Tatsache ist: Auf dem Friedhof wird es zunehmend enger. Schon jetzt fehlen etwa Flächen für halbanonyme Urnengräber (die MAZ berichtete).

Flächen bereits 1999 gekauft

Flächen für die Friedhofserweiterung hat die Stadt bereits 1999 gekauft. Dazu zählt unter anderem ein Waldstück, das südwestlich an den bestehenden Friedhof angrenzt. Das Areal ist im Flächennutzungsplan bereits als Friedhofsfläche ausgewiesen. Das Konzept der Stadtverwaltung sieht vor, dort einen sogenannten „Bestattungswald“ zu errichten. Dabei handelt es sich um eine rechtlich festgelegte Waldfläche außerhalb des traditionellen Friedhofs, in der die Beisetzung von Totenasche möglich ist. Die Grabstelle ist zwar örtlich fixiert, jedoch nicht als solche erkennbar. Eine individuelle Pflege wie bei herkömmlichen Grabmälern ist nicht erlaubt.

Bestattungstrends

Alles verändert sich, auch Bestattungsformen.

Beliebt ist vor allem die Feuerbestattung. Die Einäscherung und die einfach zu handhabende Urne passen perfekt zur mobilen Gesellschaft. Die Bindung an den Wohnort ist oft nicht mehr gegeben, Angehörige wohnen nicht selten weit entfernt und sind so nicht in der Lage, die regelmäßige Grabpflege zu übernehmen.

Ob anonyme Wiesengräber oder Bestattungsbäume – viele Menschen sind von der Idee, ihre letzte Ruhestätte in der Natur zu finden, angetan.

Die Stadt folgt damit einer Tendenz, wonach naturnahe und weniger pflegeintensive Bestattungsformen immer beliebter werden: „Da sich die Bestattungskultur in den letzten Jahren bundesweit gewandelt und sich der Wunsch nach einer Bestattung in natürlicher Umgebung weiter als Trend fortsetzt, soll diesen Bürgerwünschen noch besser entsprochen werden“, begründet die Verwaltung die Pläne für die unkonventionelle Erweiterung der Begräbnisstätte am Thyrower Weg. Statt den angrenzenden Wald für herkömmliche Grabformen herzurichten, sieht das Konzept vor, „den Baum als letzte Ruhestätte als eine weitere Variante einer zeitgemäßen Grabwart für die Bürger anzubieten“.

Spezielle Vorgaben für Bestattungswald

Weil Bestattungswälder speziellen Vorschriften unterliegen, muss die Stadt für das Vorhaben nun auch ihre Friedhofssatzung ändern. Eine Einzäunung des Begräbniswalds soll demnach nicht erfolgen, zudem sind nur biologisch abbaubare Urnen zulässig. Statt Grabschmuck, Kerzen und Kränzen dürfen an den Bäumen lediglich einheitliche Plaketten mit dem jeweiligen Namen sowie dem Geburts- und Sterbedatum des Verstorbenen angebracht werden. Herkömmliche Grabmale sowie eine Umbettung der Totenasche sind verboten. Auch Wege dürfen in dem Waldstück nicht angelegt werden. Geplant ist ein Hauptzugang, der durch Hinweisschilder ausgewiesen werden soll. Unabhängig davon wird der Bestattungswald aber entlang aller Flurstückgrenzen frei zugänglich sein.

Zusätzlich sollen auf dem Friedhof in den kommenden Jahren noch weitere Urnengrabanlagen geschaffen werden. Die dafür vorgesehenen Flurstücke liegen zwischen der Friedhofsgärtnerei Thöns, der Kleingartenanlage Buchenwäldchen, dem Kleintierzüchterverein und dem Friedhof. Auf den Flächen soll Platz für unterschiedliche Urnengrabarten vorgehalten werden. Erdbestattungen sollen weiterhin nur auf dem bisherigen Friedhofsgelände erlaubt sein. Die Erweiterungsfläche für Urnengräber wird eingezäunt. Zur Straße hin wird diese durch Hecken und Bäume abgegrenzt.

Weil die Zuständigkeit bei der unteren Landesbehörde liegt, muss die Stadt für das Vorhaben eine Genehmigung vom Kreis einholen.

Von Josefine Sack

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