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Bürgermeisterwahl am Sonntag in Ludwigsfelde

Vierkampf Bürgermeisterwahl am Sonntag in Ludwigsfelde

Es dürfte eine der meist beachteten Bürgermeister-Wahlen in Brandenburg werden. Am Sonntag sind die Ludwigsfelder dazu aufgerufen einen Nachfolger für den überraschend verstorbenen Frank Gerhard zu bestimmen. Zur Wahl stehen vier Kandidaten. Wir stellen sie vor und erkären, warum das Amt nicht nur für die Stadt wichtig ist.

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Das Ludwigsfelder Rathaus braucht einen neuen Chef.

Quelle: foto: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Es liegt scheinbar ein Fluch über dem Amt, das am Sonntag neu vergeben wird: Ludwigsfelde, mit 24.000 Einwohnern die größte Stadt im Kreis Teltow-Fläming, wählt seinen Bürgermeister. Bis März galt diese Abstimmung als Formsache, die Wiederwahl von SPD-Mann Frank Gerhard als sicher. Selbst die Christdemokraten hatten den Saarländer unterstützen wollen, so zufrieden waren sie mit seiner „Wir für Ludwigsfelde“-Politik und der Art, die Boomtown am südlichen Berliner Ring zu regieren. Doch dann starb der 48-jährige Gerhard völlig überraschend. Für die SPD ein erneuter Schlag, nachdem Gerhards Vorgänger Heinrich Scholl wegen Mordes an seiner Frau verurteilt wurde.

Quartett kämpft um den Chefposten im Rathaus

Nun konkurrieren vier Kandidaten um den verwaisten Chefsessel im Rathaus, die das noch vor wenigen Monaten nicht gedacht hätten: Der Stadtverordnetenvorsitzende Andreas Igel (45, SPD) ist von Beruf IT-Manager. Die promovierte Agrarwissenschaftlerin und Stadtverordnete Cornelia Hafenmayer (57, Linke) blickt auf 20 Jahre Erfahrung als Gewerbeamtsleiterin der Stadt zurück. Detlef Helgert (52, CDU) ist Elektromonteur, Leitstandfahrer, CDU-Stadtverbandschef und Stadtverordneter. Als Einzelbewerber tritt der Unternehmer Jens Wylegalla (37) an, der sein Geld mit europaweitem Messe- und Ladenbau verdient.

Ausführliche Porträts der vier Kandidaten

Andreas Igel: Manager und Familienmensch

Cornelia Hafenmeyer: Verwaltungsspezialistin mit Gestaltungswillen

Detlef Helgert: Ein bodenständiger Zuhörer und Macher

Jens Wylegalla: Ein unabhängiger Kopf will ins Rathaus

SPD-Kandidat hat wohl die besten Chancen

Vor allem für die SPD steht damit einiges auf dem Spiel. Ludwigsfelde war immer eine ihrer Hochburgen, sie stellt seit 1990 das Stadtoberhaupt. Die Sozialdemokraten rechnen sich auch den Erfolg der Stadt an: Ludwigsfelde ist heute ein wichtiger Industriestandort. Trotz des Verkehrslärms von Flugzeugen, der Autobahn, zwei Fernbahnstrecken sowie Bundes- und Landesstraßen sind Wohnungen eher Mangelware. Gebaut wird an allen Ecken der Stadt und in den meisten der elf Ortsteile.

Ein erneuter Wahlsieg in Ludwigsfelde wäre Balsam für die SPD-Seele in der Region. Mit dem wegen des Mordes an seiner Frau im Gefängnis sitzenden Heinrich Scholl, dem wegen Korruption abgelösten Landrat Peer Giesecke sowie einer Strafe für Frank Gerhard wegen Vorteilsnahme im Amt hatte es in den zurückliegenden Jahren reichlich Negativ-Schlagzeilen für sie gegeben.

Die Kandidaten

Die Kandidaten: Andreas Igel (von links, Cornelia Hafenmeyer, Detlef Helgert und Jens Wylegalla.

Quelle: MAZ

Trotz dieser Ausgangslage werden dem politisch als äußerst korrekt geltenden und seit 1990 im Stadtparlament sitzenden Familienvater Andreas Igel große Chancen eingeräumt. Die spannende Frage ist, ob er ohne Stichwahl das Amt erringt. Seine ärgste Konkurrentin ist die Linken-Kandidatin Hafenmayer. Sollte eine Stichwahl erforderlich sein, findet sie am 11. Oktober statt.

Das MAZ-Wahlforum – die Kandidaten im Kreuzverhör

Alle Kandidaten haben sich am Dienstag im Ludwigsfelder Klubhaus im MAZ-Wahlforum sowohl Fragen der MAZ-Redakteure als auch der Ludwigsfelder gestellt. Rund 250 Gäste waren bei der Veranstaltung dabei und haben vier Kandidaten erlebt, die sich freundlich und zurückhaltend gaben und äußerst viel Respekt voreinander zeigten.

Lesen Sie hier nach, wie sich die Kandidaten beim Wahl-Forum geschlagen haben und wer bei der Probewahl gewonnen hat.

Von Jutta Abromeit

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