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Teltow-Fläming Ludwigsfelde will umweltfreundlich werden
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde will umweltfreundlich werden
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11:24 30.01.2016
Auf den Dächern von Ludwigsfelde , meinen Fachleute, liegt ein großes Potenzial, Energie mit viel weniger CO2-Emission als bisher zu gewinnen; Blick von der Feuerwehr zu Stadtsporthalle und Hochhaus. Quelle: Abromeit
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Ludwigsfelde

In Sachen Klimafreundlichkeit schlummern in Ludwigsfelde ungeahnte Potenziale. Mit vielen Einzelprojekten lassen sich jeweils sechsstellige Euro-Summen pro Jahr sparen. Diese Erkenntnisse nahmen mehr als zwei Dutzend Menschen am Donnerstagabend aus dem Rathaussaal mit.

Dort hatten der stellvertretende Bürgermeister Wilfried Thielicke und die seit einem Jahr für die Stadt arbeitenden Gutachter Stephan Kathke und Roman Stoike vom Potsdamer Büro Basler und Partner (EBP) den Entwurf eines Kommunalen Energie- und Klimaschutzkonzepts (KEK) für Ludwigsfelde vorgestellt. Ein Projekt daraus soll zum Beispiel die Berufung eines Klimaschutzmanagers sein.

Mit dem Konzept will sich die größte Stadt im Kreis, die gleichzeitig das wirtschaftliche Schwergewicht der Region ist, wie von den Volksvertretern 2014 beschlossen, für künftige Generationen klimafreundlich aufstellen. Das sollen sowohl die 25 000 Menschen, die im Ort leben, als auch die Unternehmen spüren. Denn mit seinen Verkehrswegen und Industrien hat Ludwigsfelde auch die höchsten CO2-Emissionen. Um diese zu senken, um Schulprojekte, Kooperationen und Netzwerke anzuschieben, hatte es bereits Workshops mit Industrievertretern, Wohnungsunternehmen und Hausmeistern öffentlicher Liegenschaften gegeben, genauso wie Sitzungen mit den Fraktionsspitzen und Konsultationen mit den Stadtwerken.

Den jährlichen Energie-Gesamtverbrauch von Ludwigsfelde beziffert EBP mit 775 Millionen Kilowattstunden (kWh). 22 Prozent davon sind Kraftstoffe, 19 Prozent Strom und 59 Prozent Wärme. Das alles verursacht 221 000 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß, fanden Kathke und Stoike heraus. Das sind pro Einwohner und Jahr 9,1 Tonnen. Um diese Zahlen deutlich zu senken, sehen die Gutachter bei öffentlichen Gebäuden drei große Ansatzpunkte: den Energieverbrauch über die Ausstattungen zu senken, das Nutzerverhalten zu ändern und vor allem Hausmeister bei Energiesteuerung und Anlagentechnik zu beraten. Ein Einsparpotenzial von 850 000 kWh beziehungsweise 225 000 Euro und 500 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr sehen die Gutachter bei der Straßenbeleuchtung, würde sie auf LED-Leuchten umgerüstet. Mehr als die Hälfte der Lampen im Stadtgebiet sind älter als 15 Jahre, zwölf Prozent sogar älter als 35 Jahre.

Bürgermeister Andreas Igel (SPD), ein Mann aus der Wirtschaft, sieht zudem Synergien bei Industriebetrieben: „VW baut im Preußenpark ein neues Heizwerk, aber Siemens nebenan mit seinen Brennkammer-Prüfständen hat jede Menge Abwärme.“ Außerdem schwebt ihm neben vielen Solarzellen auf den Dächern eine mit Solarzellen bestückte Kante der Autobahn-Lärmschutzwände vor.

Bei seinem Kollegen Thomas Berger (CDU), Bürgermeister der Nachbar- und Klimaschutzvorreiter-Kommune Trebbin, beginnt am Montag ein Klimamanager. Bergers Erfahrung bei der Klimaschutz-Arbeit: „Das Schwerste ist, für dieses Problem zu sensibilisieren und Gewohnheiten im Büroalltag zu ändern.“

Von Jutta Abromeit

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