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Ludwigsfelde Anwohner sauer über lange Bauzeit
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Anwohner sauer über lange Bauzeit
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02:31 27.04.2018
Anwohner wie Henrik Lange (r.) und Udo Kattluhn sind sauer. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Henrik Lange und Udo Kattluhn sind Anwohner der Taubenstraße in Ludwigsfelde und ebenso sauer wie ihre Nachbarn: „Warum dauern die Bauarbeiten vor unserer Haustür mit 15 Monaten mehr als doppelt so lange, wie angekündigt? Auch darüber, dass an einigen Stellen anders gebaut wird, als uns bei der Einwohnerversammlung im Rathaus erklärt wurde, hat uns keiner informiert.“

Wie mehrfach berichtet wird die 475 Meter lange Taubenstraße komplett neu gebaut. Alte Betonplatten wurden rausgenommen, ein normgerechter Untergrund ist eingebaut und neben einer Regenentwässerung gibt es neue Gehwege. Die Taubenstraße verbindet Thälmann- und Rathenau-Straße, an ihr liegen 50 Grundstücke. Sie führt direkt zur Grimm-Grundschule und ist damit für viele Schulkinder der tägliche Weg von und zur Schule.

Baustelle Taubenstraße in Ludwigsfelde im Juli 2017. Quelle: Jutta Abromeit

Nach der zweiten Planung sollte der Komplettausbau im Mai fertig sein. Wie jüngst berichtet, hatte die Stadt das Ende der Bauarbeiten nun für Juli angekündigt. „Das alles haben wir nach der Anliegerversammlung nur noch aus der Zeitung erfahren“, so Henrik Lange.

Die beiden berufstätigen Männer sagen, etliche Anwohner hätten mehrmals mit verschiedenen Leuten aus dem Fachbereich Bauen im Rathaus gesprochen, um konkrete Anliegen wie Änderungen von Grundstückszufahrten zu klären, jedes Mal ohne Erfolg. Udo Kattluhn hat eine ganz frische Antwort in der Hand: „Mein Widerspruch, dass der Radius zu eng ist, wurde abgelehnt.“

Im März korrigierte die Stadt die Fertigstellung auf Juli

Lange sagt auch: „Voriges Jahr hat man uns erklärt, dass Parknischen auf beiden Seiten angelegt werden, aber jetzt kommen sie nur auf eine Seite.“ Außerdem wollten die Anwohner wissen, warum Pflastersteine aus dem alten Stück Gehweg nicht wieder verwendet würden. „Das Säubern der Steine wäre unrentabel, hat man uns gesagt. Aber das ist hier alles auch unser Geld, wir haben vierstellige Anliegerbeiträge zu zahlen“, sagt er.

Beide Grundstückseigentümer fragen, ebenfalls auch im Namen der Nachbarn, wie sie erklären: „Wie viel teurer als bisher gedacht wird es letztlich für jede Familie?“

So und ähnlich sieht die Baustelle Taubenstraße in Ludwigsfelde seit mehr als einem Jahr aus. Quelle: Jutta Abromeit

Ende vorigen Jahres hatte die Stadt den Bauausschuss über die Problem-Häufung beim Bau der Taubenstraße informiert: unerwartet lange Wurzeln des einzigen Baumes, unerwartete Bodenbeschaffenheit und unerwartete Leitungsverläufe. Hinzu kam der Arbeitskräfte-Engpass bei Baufirmen.

Der stellvertretende Bürgermeister und zuständige Fachbereichsleiter, Torsten Klaehn, sagt der MAZ: „Ich kann die Unzufriedenheit der Anwohner aufgrund der langen Bauzeit nachvollziehen. Nach meiner Erfahrung gibt es bei Straßen- und Tiefbaumaßnahmen aufgrund verschiedenster Einflussfaktoren leider keine Patentlösung für eine absolute Termintreue und Bürgerzufriedenheit.“

Exemplarisch dafür nennt er nur wenige Stichpunkte: Baugrund, Witterung oder die Aufrechterhaltung des Anliegerverkehrs. „Dennoch geben wir unser Bestes und sind in ganz besonderer Weise auf das Verständnis der Anlieger angewiesen“, so Klaehn.

Von Jutta Abromeit

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