Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ludwigsfelde Baden in der Autobauerstadt
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Baden in der Autobauerstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:18 26.07.2018
Britta Nothnagel (M.) war mit einer Freundin zum Stand-Up-Paddling an den Siethener See gekommen. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Kita-Kinder in Ludwigsfelde bekommen Indianerzelte aufgestellt, Sonnensegel über Grünflächen gespannt oder große „Wasserblumen“ zum Abkühlen angestellt. Familien fahren für relativ ruhige Badestellen nach Kallinchen, Sperenberg oder Zesch. Am Siethen See oder an den Ahrensdorfer Kiesgruben dagegen tummeln sich Berliner. Und finden das „einfach idyllisch“. Das jedenfalls ist der Eindruck einer halbtägigen Stippvisite an fünf Badestellen dieser beiden Ortsteile.

Lauschige Uferplätze liegen nördlich oder südlich nah der Autobahnabfahrt Ludwigsfelde West. Dass der Fahrzeugstrom oder Flugzeuge zu hören sind, stört niemanden, „in Berlins ist’s viel lauter“, kommt mehrfach zur Antwort. Ein Zehlendorfer Pensionsärspaar an der Badestelle Siethener See Richtung Gröben ist ganz beeindruckt, das Schattenplätzchen am kühlen Nass für sich allein zu haben. Der Ex-Mediziner sagt: „Es gibt viele märkische Seen. Aber wie hier, nur 20 Kilometer zu fahren, im Grünen und so sauber – für uns ideal.“ Freudestrahlend kommt auch seine Frau aus dem Wasser: „Wir haben das hier vor Jahren entdeckt und sind diesem Plätzchen treu. In manchem Sommer schaffen wir’s nur zweimal, dieses Jahr sind wir zum fünften Mal hier.“

Berliner haben Stamm-Badestellen in Siethen und Ahrensdorf – gleich am Autobahn-Südring, aber dennoch lauschig. Die Ludwigsfelder dagegen lieben Seen in Sperenberg, Kallinchen oder Zesch.

Am Ufer gegenüber vergnügen sich ebenfalls zwei Berlinerinnen: Radiofrau Britta Nothnagel und ihre Freundin aus Steglitz. Sie kommen mit Stand-Up-Paddles ans Ufer. Auch Nothnagel sagt: „Ein herrlicher märkischer See! Und lange nicht so voll wie die Berliner Strandbäder.“ Als sie erfährt, dass es gegenüber einen großen Baum mit einem Seil zum Schwingen über dem Wasser gibt, kommt sie mit und probiert’s aus.

Zwei Kilometer weiter, jenseits des Autobahn-Südrings, baden Ludwigsfelderinnen: Anette Buchmann und ihre Tochter Susanna sind mit dem Fahrrad da. Auch sie haben etwas abseits der „großen“ Badestelle ein Plätzchen für sich. Die 15-Jährige freut sich, dass ihre Mutter Zeit hat, den Urlaubstag mit ihr beim Baden zu verbringen.

Die nächste Familie kommt mit drei kleinen Jungs aus Lichtenrade. Der Vater sagt: „Wir baden sonst immer Neue Mühle in KW (Königs Wusterhausen, d.Red.). Aber jetzt hatten mir Kollegen diese See hier empfohlen, also probieren wir’s mal.“ Dass es an den Kiesgruben schön ist, wissen auch die Einheimischen. Deshalb sammeln Jugendfeuerwehr, Ortsbeirat oder Privatleute auch immer wieder und unverdrossen Müll rund um diese Badestellen. Ihre selbst gedruckten Bilderschilder mit den Sätzen „Haltet die Natur sauber! Hier gibt es keine Müllentsorgung“ werden oft ignoriert, Reste ganzer Partyausrüstungen liegen nur wenige Meter daneben.

Wer nicht aus Ludwigsfelde rauskommt, der hat nach Abschalten der 16 kleinen Rathaus-Brunnen gegenüber im Aktivpark die Chance auf der begehbaren Wasserfläche wenigstens die Füße zu kühlen. Am Donnerstagnachmittag nutzten das neben anderen die Familien Bösel und Balutsch Jafri mit ihren Kindern.

Von Jutta Abromeit

Ein Mann ist mit seinem zweijährigen Sohn im Auto bei Siethen vor einer Polizeikontrolle geflüchtet. Die Beamten fanden ihn kurz darauf wieder.

26.07.2018

Ein Ladendieb ist am Dienstagabend in Ludwigsfelde erwischt worden. Bei seiner Flucht warf er mit Steinen auf Mitarbeiter.

25.07.2018

Weiße, leicht erhöhte Querstreifen über alle Fahrbahnen sind jetzt im Hornbach-Kreisel bei Genshagen aufgebracht. Sie sollen die illegale Motorrad-Raserei dort unmöglich machen.

24.07.2018