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Ludwigsfelde Gregor Gysi im Klubhaus
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Gregor Gysi im Klubhaus
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02:18 20.04.2018
Gregor Gysi stellt im Ludwigsfelder Klubhaus seine Autobiografie vor Quelle: Gudrun Ott
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Ludwigsfelde

Unglaublich diese Brunnenbuchhandlung – sie hat es geschafft, Gregor Gysi aus dem Berliner Politzirkus nach Ludwigsfelde zu holen. An die 400 Besucher kamen am Montagabend ins Klubhaus, um den Linken-Politiker zu erleben. Er stellte seine Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig“ vor, mit er derzeit auf Tour ist.

Sabine Marx, Leiterin der Brunnenbuchhandlung, hatte den Politiker mit Entertainer-Qualität bereits im Juli gebucht, lange vor dem Erscheinen seines jüngsten Buches. Seit Oktober auf dem Markt hat es bereits die vierte Auflage erlebt.

Echte Gysi-Fans im Publikum

Der Ludwigsfelder Klaus Mittelstedt bezeichnete sich als Gysi-Fan. Dieser Mann habe eine geradezu magische Ausstrahlung, sagte er und Ehefrau Marianne pflichtete ihm bei: „Ja, der Gysi ist phantastisch.“

Moderator Hans-Dieter Schütt hatte keine Chance

An Gysis Seite auf der großen Bühne saß der Journalist Hans-Dieter Schütt, der eigentlich angetreten war, Fragen zu stellen und das Gespräch zu leiten. Allerdings hatte er neben dem exponierten Charmeur kaum eine Chance und blieb lediglich seltener Stichwortgeber. Gysi allein lenkte den Abend. Er gab die Richtung vor und das Publikum dankte es ihm mit stehendem Applaus. Das ist unsere Biografie, dieses Buch muss man zu Hause haben, meinte ein Besucher, der sich in einer langen Reihe, die sich schon in der Pause vor dem Signiertisch bildete, anstellte. Gregor Gysi sprach vielen aus dem Herzen, wenn er den siegreichen Westen erklärte, der nicht aufhören könne zu siegen. Er sprach von der Demütigung der Ostdeutschen, und über die Demütigung Russlands. „Selbst die Bundeswehr rückt immer näher an die russische Grenze heran“, so Gysi. „Wir sind an einem Scheideweg der Geschichte und Frau Merkel hat keine Idee für Deutschland, keine Idee für Europa. Sie verwaltet nur. Die ganze Entwicklung geht nach rechts. Die Linke hatte ihre Chance und sie hat sie nicht genutzt“, so der frühere Partei und Fraktionsvorsitzende.

Gysis privilegierte Kindheit

Gysi erzählte von seiner privilegierten Kindheit in der DDR. Sein Vater war Kulturminister, die Mutter kommt aus dem russischen Adel und lebte nach der Trennung von ihrem Mann in Paris. Bezugnehmend auf den Buchtitel skizzierte Gregor Gysi pointenreich seinen bisherigen Lebensweg vom Rinderzüchter zum Rechtsanwalt, vom Parteivorsitzenden zum Präsidenten der Europäischen Linken. Er hatte ein Leben in der DDR und er hat eines in der Bundesrepublik, Leben, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. „Mein letztes Leben ist das Alter. Ich weiß nur noch nicht, wann es beginnt“, scherzte er. Am 16. Januar ist er 70 Jahre alt geworden.

Von Gudrun Ott

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