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Ludwigsfelde Das wünschen sich Jugendliche aus Ludwigsfelde
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05:17 27.06.2018
Jugendaktiv Ludwigsfelde diskutiert mit dem Bürgermeister und Sachgebietsleitern im Rathaus kommunale Themen Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

In wenigen Tagen gibt es am Skaterpark Ludwigsfelde den ersten öffentlichen kostenfreien Internetzugang der Stadt. Das erfuhren aktive Jugendliche aus Ludwigsfelde, die nicht nur kritisieren und fordern wollen, sondern Kontakt zu den Entscheidern suchen, am Montag bei ihrem zweiten Treffen mit der Rathausspitze. Mit diesem Hotspot brauchen sich junge Leute, die mit jedem Cent rechnen müssen, nicht mehr auf die Klubhaustreppe zu setzen, um den W-Lan-Radius im Kassenbereich noch zu erwischen.

Angelika Wodtke vom Familienbündnis im Waldhaus-Büro. Quelle: Jutta Abromeit

Ein erstes Treffen von aktiven Jugendlichen aus mehreren Schulen, dem Märkischen Kinderdorf und vom DRK-Jugendzentrum hatte es Ende Mai gegeben. Lehrlinge und teils erst zwölfjährige Schüler gründeten eine AG Jugend. Die Initiative dazu war vom Familienbündnis gekommen. Deren Koordinatorin Angelika Wodtke erzählt: „Anlass war Familie Specht, die ihre Kinder von Veranstaltungen in Nachbarorten abholt und fragte, warum es bestimmte Dinge in Ludwigsfelde nicht gibt.“ Das Ehepaar Carmen und Hans Hermann Specht ist als Inhaber des Edeka-Marktes Partner im Familienbündnis, ebenso wie das Märkische Kinderdorf und das DRK-Jugendzentrum.

Geht es um Polizei, bei Notfällen immer 110 rufen

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) war beim Auftakt dabei, hatte sich aber nur angehört, was den Nachwuchs bewegt: ein Straßenfußballplatz, Reparaturen am Skaterpark, Sicherheit und Ordnung, günstiger Wohnraum, Parkplätze, mehr Grünfläche und öffentliche Mülleimer oder Fahrraddiebstähle und Sauberkeit.

Dieses Mal waren es die Verantwortlichen im Rathaus, die den Jugendlichen Fakten nannten und die aktuelle Situation erklärten. So verwies Ordnungsamtsleiter Henry Nottrott zwei Mädchen, denen das Erreichen der Polizei in Notfällen wichtig ist, auf den generellen Notruf: „Immer 110 anrufen – diese Nummer ist immer besetzt.“ Andere wollten wissen, wann es in der Stadt wieder ein Elektrofachgeschäft gibt; sie wurden auf das nächste Woche zur Stadtratssitzung angekündigte Einzelhandelskonzept verwiesen.

Ludwigsfelde will sich bei der WLAN-Versorgung nicht länger von anderen Kommunen abhängen lassen. Das schreibt Bürgermeister Andreas Igel (SPD) in seinem jüngsten Blog-Beitrag auf der Internetseite der Stadt. Zur Versorgung mit digitaler Infrastruktur als unabdingbarer Voraussetzung für Entwicklung und Lebensqualität gehöre punktuell öffentlicher W-Lan-Zugang.

Am 4. Juli ab 16 Uhr soll es nach erfolglosen Anläufen nun zu den Sommerferien im Skaterpark den ersten Hotspot für öffentliches WLAN geben: WIFI@LU.

Bewährt sich das Pilotprojekt, soll es weitere Standorte geben wie Bahnhofsvorplatz, Waldhaus, City-Treff und Bereiche in der Neuen Mitte.

Großes Thema war des weiteren ein Jugendzentrum. „Eine ganz große Herausforderung“, so Igel. Und gestand, dass die Stadt im Moment kein Gebäude etwas abseits hat, wo auch laute Musik bis nachts laufen kann. „Natürlich wollen wir den City-Treff als Vereinshaus weiterentwickeln und wir berücksichtigen das auch beim Umbau der Kleeblatt-Grundschule, aber eine Lösung gibt es derzeit nicht.“

Was mit der maroden, leer stehenden Waldsporthalle sei, wollte jemand wissen. „Schwierig“, so Igel, „sie liegt zu versteckt im Wald, um nachts ohne Angst dorthin zu gehen, aber zu nah am Krankenhaus, so dass bei den Bässen lauter Musik die Kleinen auf der Kinderstation aus dem Bett fallen.“ Eine Überlegung: alte Gebäude im Industriepark. Das fand Anklang, der Birkengrund bietet mit Bus und Bahn gute Anbindungen.

Bürgermeister hofft auf einen Jugendbeirat

Patrick Walter vom DRK-Jugendzentrum sagte: „Schön wär’s, wenn die Jugendlichen bei allem, was geplant ist, wie schon beim Bau des Skaterparks, weiter beteiligt werden.“ Das sicherte die Rathaus-Chefetage zu.

Patrick Walter vom DRK-Jugendzentrum ist einer jungen Leute, die in Ludwigsfelde etwas bewegen wollen. und deshalb mit dem Bürgermeister und Sachgebietsleitern im Rathaus kommunale Themen diskutiert. Quelle: Jutta Abromeit

Und Igel hegt öffentlich kundgetan die Hoffnung, dass aus den jetzigen Ansätzen vielleicht mal ein Jugendbeirat wird. „Für ein Jugendparlament reicht die Kraft in kaum einer Kommune. Dazu wechseln die Jugendlichen mit dem Ende ihrer Schulzeit im Heimatort zu oft, weil sie zur Lehre oder zum Studium wegziehen.“

Zwei Mädchen aus der Klassenstufe 10 des Marie-Curie-Gymnasiums oder Rocky Weitzel und die Zwillinge Svenja und Sarah Feggeler vom City-Treff wollen auch zum nächsten Treffen wiederkommen, um jugendgemäße Lösungen für ihre Stadt zu finden.

Von Jutta Abromeit

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