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Ludwigsfelde DLRG könnte aufs Feuerwehrgelände ziehen
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde DLRG könnte aufs Feuerwehrgelände ziehen
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18:56 28.03.2019
Der DLRG-Stadtverband Ludwigsfelde-Zossen präsentiert Bürgermeister Andreas Igel (2.v.l.) und Landtagsmitglied Helmut Barthel (3.vl./beide SPD) eines der Rettungsbretter. Quelle: Abromeit
Ludwigsfelde

Vielleicht rückt der Stadtverband Ludwigsfelde-Zossen der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) bald mehr in den Blick der Öffentlichkeit. Nach einem Politiker-Besuch auf dem relativ trostlosen Beton-Areal des Vereins zwischen alten Militär-Garagen, versteckt im Wald am Ende der Neckarstraße scheint es möglich, dass die Lebensretter aufs Feuerwehr-Gelände an der Straße der Jugend/Ostverbinder umziehen.

Stadtverband hat 226 Mitglieder

Immer mehr Kinder müssen schwimmen lernen, immer mehr Veranstaltungen verlangen immer mehr Einsätze auch von ehrenamtlichen Lebensrettern der DLRG. Wenn sich die 226 Mitglieder des DLRG-Stadtverbandes am Freitagabend zur diesjährigen Jahresversammlung treffen, dann geht es deswegen nicht nur um Formalien wie die anstehenden Vorstandswahlen. Dann geht es auch um handfeste Sorgen der Ehrenamtler im Vereinsalltag: Sie retten ebenso Leben wie Feuerwehrleute, sagen sie, auch sie versorgen bei Veranstaltungen Verletzte oder Sonnen-Verbrannte; in Strandbädern wie Kallinchen oder Wünsdorf sind an herrlichen Sommertagen hunderte Menschen im Blick zu behalten; bei einer Havarie in der Therme Ludwigsfelde müssten an einem eisigen Wintertag unter Umständen fast 1000 spärlich bekleidete Menschen mit Zelten und Rettungsdecken versorgt werden; bei Katastrophen wie Großfeuern oder Hochwasser-Einsätzen werden DLRG-Sanitäter, -Rettungsschwimmer oder -Helfer ebenso gebraucht wie die von Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk (THW). Doch die Öffentlichkeit nimmt die Arbeit und das Engagement von den DLRG-Mitgliedern deutlich weniger wahr als das der Feuerwehrleute.

Diskussion beim DLRG-Stadtverband Ludwigsfelde-Zossen e.V. im Garagenkomplex Neckarstraße mit Andreas Igel (SPD), dem Bürgermeister von Ludwigsfelde und dem SPD-Landtagsabgeordneten Helmut Barthel aus Großbeeren Quelle: Jutta Abromeit

Das soll sich im Nordkreis Teltow-Fläming unbedingt ändern, sagte sich der Stadtverbandsvorstand um den Vereinschef Toni Breuer und seinen Vize Rocco Parlow. Deshalb luden die Frauen und Männer in der rot-gelben Kleidung nun Politiker auf ihr schwer zu findendes Gelände zwischen den alten Militär-Großgaragen am Ende der Neckarstraße Ludwigsfelde ein. Zwei kamen: Bürgermeister Andreas Igel und das Landtagsmitglied Helmut Barthel (beide SPD). Sie fragten und redeten nicht nur Klartext, sie gaben nach einer Fülle an Zahlen und Fakten, die ihnen die DLRG-Verantwortlichen präsentiert hatten, unumwunden zu, die ganze Dimension der ehrenamtlichen DLRG-Arbeit bisher nicht erfasst zu haben.

Ludwigsfelder Verband konzentriert sich auf Wasserrettung

Der Ludwigsfelde-Zossener Verein kümmert sich nach den Worten von Parlow im Gegensatz zum Luckenwalder DLRG-Verband, der mehr auf den Leistungssport fokussiert sei, mit seinen Rettungsschwimmern vor allem um die Sicherheit in den Bädern des Landkreises. Dabei gehe es zum einen um die Ausbildung zu Rettungsschwimmern, Sanitätern, Wasserrettern und Bootsführern, außerdem um Schwimmlern-Kurse für Kinder, Erwachsene und Flüchtlinge, um Erste-Hilfe-Ausbildungen oder Rettungsschwimmer-Kurse für Feuerwehrleute. „Und wir sind zum Beispiel die einzige Medizinische Task-Force-Einheit im Kreis zur Vor-Ort-Betreuung von Menschen direkt nach Rettungseinsätzen“, erklärt Breuer.

Diskussion beim DLRG-Stadtverband Ludwigsfelde-Zossen e.V. im Garagenkomplex Neckarstraße mit Andreas Igel (SPD), dem Bürgermeister von Ludwigsfelde und dem SPD-Landtagsabgeordneten Helmut Barthel aus Großbeeren Quelle: Jutta Abromeit

Die Vorstandsmitglieder umrissen ein weiteres Problem: Die DLRG bilde zwar die Rettungsschwimmer der Ludwigsfelder Therme mit inzwischen jährlich mehr als 700.000 Besuchern aus. Doch Schwimmkurse für Kinder darf sie dort kaum anbieten. „Und an Trainingszeiten für unsere Mitglieder haben wir ganze 15 Stunden pro Woche, bei 168 Kindern und Jugendlichen“, so Rocco Parlow. Damit drängten sich pro Trainingsstunde 70 bis 80 Kinder auf drei Bahnen. „Wir haben lange Wartelisten. Jede Woche fragen neu zugezogene Familien, ob ihre Kinder bei uns schwimmen lernen können“, so der Vize-Vereinschef. Breuer und Parlow erklärten den Politikern, man sehe sich keineswegs als Konkurrenz zur Feuerwehr, zumal DLRG-Ausbilder oft bei Ortswehren seien. Egal, um welches Thema es ging – sowohl Igel als auch Barthel verließen das versteckte Areal in der Überzeugung: An der DLRG-Situation in Ludwigsfelde muss sich was ändern. Igel erklärte: „Die Erweiterung der Feuerwehr Ludwigsfelde ist zwingend an die Partnerschaft mit der DLRG zu binden, das meine ich ernst.“

Von Jutta Abromeit

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