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Ludwigsfelde Drei Gartenstadt-Straßen werden ausgebaut
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00:24 11.02.2019
Straßenbau in der Ludwigsfelder Rudolf-Breitscheid-Straße –die Arbeiten ruhen zurzeit wegen des gefrorenen Bodens, so die Auskunft aus dem Rathaus. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Drei Straßen oder Straßenabschnitte in der Ludwigsfelder Gartenstadt sollen grundhaft ausgebaut werden, das beschlossen die Stadtverordneten bei einer Stimmenthaltung: die Waldstraße, der Kiefernweg und die Wilhelm-Busch-Straße zwischen Birkenweg und Zille-Straße.

Vor dem Hintergrund, dass die rot-rote Landesregierung in Aussicht stellt, Straßenbaubeiträge abzuschaffen, sorgte das im Rathaussaal natürlich für Diskussion. Einwohner Detlef Laubinger aus der Waldstraße hatte wissen wollen: „Kann man den Ausbau unserer Straße nicht verschieben, bis auf Landesebene eine grundsätzliche Entscheidung gefallen ist?“

Ausbau nur bei Kooperation mit Warl

Wie berichtet haben die Stadtverordneten wegen dieser Diskussion und Unsicherheit in ihrem Verkehrs- und Parkraumkonzept festgelegt, dass sie vorerst nur noch dort mit dem Straßenbau beginnen, wo der Bau mit dem Verlegen oder Erneuern von Wasser- und Abwasseranlagen durch den Wasserverband Region Ludwigsfelde (Warl) koordiniert wird.

Das ist bei allen drei Straßen in der Gartenstadt der Fall. Der Grund: Das ist für alle Beteiligten – Stadt, Wasserverband und Anlieger – deutlich billiger, denn an einer Straße muss nur einmal gearbeitet werden. Warl-Verbandsvorsteher Hans-Reiner Aethner spricht von einer Ersparnis, die je nach Größe und Kompliziertheit einer Maßnahme zwischen 20 bis 40 Prozent liegt. Das ist eine erhebliche Größenordnung.

Warl-Chef gegen Abschaffung von Straßenbaubeiträgen

Die Diskussion über die Abschaffung von Anliegerbeiträgen macht den Wasserverbandschef fast wütend. Diese Diskussion werde lediglich zum Stimmenfang wegen der bevorstehenden Landtagswahl geführt.

Er wettert: „Wenn der Landtag das wirklich beschließt, bekommen wir ein heilloses Durcheinander. Denn bei vielen Straßen würden trotz eines neuen Gesetzes Anliegerbeiträge anfallen.“

Woher kommen 300 - 400 Millionen Euro?

Aethner erklärt, warum: „Es gibt ja nicht nur Straßen, die repariert oder saniert werden müssen. Viele festgefahrene Wege werden ja überhaupt erst mal gebaut, und dann gilt Bundesrecht. Das kann auch Brandenburg nicht aushebeln.“

Zudem, so der Verbandsvorsteher, würde eine solche politische Entscheidung für das relativ arme Bundesland Brandenburg Mehrkosten von 300 bis 400 Millionen Euro bedeuten. „Wo soll dieses Geld herkommen?“, fragt Aethner.

Warl-Chef lobt Kooperation mit der Stadt

Für ihn ist die in Ludwigsfelde seit vielen Jahren praktizierte Kooperation zwischen Stadt und Warl bei Straßenbauarbeiten die größte Sparmaßnahme, auch für die Anlieger.

Hans-Reiner Aethner, Vorsteher des Wasser- und Abwasser-Zweckverbandes Region Ludwigsfelde (WARL) Quelle: Jutta Abromeit

Er sagt: „Das beste Beispiel dafür war die Bahnstraße. Dort hatte uns die Stadt den Straßenbau mit in Auftrag gegeben und wir hatten die Koordinierungshoheit.“ Diese Praxis funktioniere sehr gut. Das habe man aus negativen Beispielen gelernt.

Aethner erinnert an den 2007 begonnenen Ausbau der Rehstraße, der fast drei Jahre gedauert hatte: „Da hatten alle allein und nacheinander gebaut. Das kostete jeden Beteiligten unnötig viel Stress, Ärger und Aufwand.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Jutta Abromeit

Von Jutta Abromeit

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