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Ludwigsfelde Fontane-Schule wird erweitert
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19:47 11.02.2019
Hier zwischen Fontane-Grundschule und Autobahn-Damm sollen im Herbst die Leichtbau-Klassenräume stehen. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

In Ludwigsfelde wachsen die Kinder- und Schülerzahlen so rasant, dass Verwaltung und Stadtverordnete kaum hinterherkommen, neue Lösungen zu finden. Jetzt sollen „zur Sicherstellung eines geordneten Schulbetriebs“, so der Titel eines Stadtrat-Beschlusses, bis zum Herbst Leichtbau-Module für sechs Klassenräume, ein Lehrerzimmer und Sanitäranlagen neben die Theodor-Fontane-Grundschule gestellt werden. Das beschlossen die Stadtverordneten bei einer Stimmenthaltung.

Zahl der Klassen verdoppelt sich fast bis 2024

Hintergrund ist, dass in der Stadt gegenwärtig jedes Jahr Kinder in acht bis neun erste Klassen eingeschult werden, doch 2024/25 bereits 14 erste Klassen nötig werden. Der Platz dafür ist im Moment nicht da, deshalb kommt die mobile Gebäude-Lösung. Die Elemente dafür will die Stadt mieten, sie hatte analysiert, dass die Einwohner-Zuwachsraten ab 2030 wieder sinken können, so Fachbereichsleiter Paul Niepalla vor den Stadtverordneten. Er erklärte auch, dass diese Schulerweiterung nicht zum Beginn des neuen Schuljahrs zu schaffen sei. Voraussichtlich seien die neuen Räume nach den Herbstferien nutzbar, so der Fachbereichsleiter, das würde „dann etwas Luft ins System bringen“. Doch Niepalla sagte auch: „Wir werden mittelfristig nicht drum herum kommen, einen vierten Grundschul-Standort zu errichten.“

Container nur an einer von drei Schulen möglich

Die Stadt hatte untersucht, an welcher der drei Grundschulen die Mietcontainer am besten stehen können. Dabei entfällt die Grimm-Grundschule an der Thälmann-Straße, dort ist kein Platz für neue Gebäude und Spielflächen. An der Kleeblatt-Grundschule in Nord soll zurzeit nichts passieren, bis das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie zu grundsätzlichen Entscheidungen für diesen Schulkomplex vorliegt. Wie berichtet geht es dort um Sanierung, Um- oder Neubau.

Fontane-Schule begrüßt Beschluss

An der Fontane-Grundschule werde die Entscheidung außerordentlich begrüßt, heißt es in der Beschluss-Begründung, Unterricht und Essenversorgung seien auch mit der Erweiterung gesichert. Bürgermeister Andreas Igel (SPD) sagte nun: „Es werden nicht alle Räume sofort ab kommendem Schuljahr gebraucht. Deshalb können wir mit dieser Lösung gleichzeitig gegenwärtige Doppelnutzungen von Räumen etwas abbauen.“ Igel spricht übrigens nicht gern von Container-Lösungen, das klinge zu sehr nach Baustellen-Einrichtung, so der Rathauschef. Für ihn seien Leichtbau-Module eine völlig legitime Form heutigen Bauens.

Aufstellung kostet 42.000 Euro

Veranschlagt sind für die Schulerweiterung etwa 42.000 Euro für Transport und Aufstellung, für Miete und Versicherung von September bis Dezember etwa 27.000 Euro und 9000 Euro Betriebskosten. Für Bauantragsverfahren, Zufahrt, Außenbeleuchtung, Parkplätze und Medien-Anschlüsse plant die Stadt im Moment rund eine Viertelmillion Euro. Der Sozialausschussvorsitzende Frank Priefert (SPD) hatte wissen wollen, was ein Kauf der Container gekostet hätte. „Der Kauf würde etwa fünf Jahresmieten betragen“, so Niepalla, „doch was wäre dann, wenn die Räume nicht mehr gebraucht werden – entsorgen? Das wär’ teuer“.

Von Jutta Abromeit

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