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Ludwigsfelde Gebäude-Kauf für die nächste Kita avisiert
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Gebäude-Kauf für die nächste Kita avisiert
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19:50 26.03.2019
Luftbild des künftigen Wohngebiets Rousseau Park im gerade entstehenden Stadtteil Ludwigsdorf; rechts vorn der Kita-Neubau „Schwalbennest“. Quelle: foto: Kevin Senft/Stadt Ludwigsfelde
Ludwigsfelde

Vielleicht kauft die Stadt Ludwigsfelde das Mercedes-Schulungszentrum Fichtestraße. Auf einer Sondersitzung stimmten die Stadtverordneten dem Verwaltungsvorschlag ebenso zu wie einer dafür nötigen Ausgabe, falls die Stadt den Zuschlag bei Veräußerung der Immobilie bekommt. Das erfuhr die MAZ bei einem Pressegespräch im Rathaus.

Wie mehrfach berichtet gehört zu den Wachstumsschmerzen der inzwischen 26 300 Einwohner zählenden Zuzugskommune vor allem, dass die Infrastruktur vorn und hinten nicht reicht: Es fehlen Schul- und Kita-Plätze – trotz diverser Neubauten und Notlösungen bis 2025 immer noch voraussichtlich 300 -, Vereine, Sportstätten und Musikschule stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen.

Auch Grabstellen reichen kaum noch

Kämmerer Frank Teschner Quelle: Jutta Abromeit

„Das geht so weit, dass es auch deutlich mehr Sterbefälle gibt und die Grabflächen auf den sechs kommunalen Friedhöfen teilweise nicht mehr reichen“, erklärt Stadtkämmerer Frank Teschner.

Weil es aus all diesen Gründen permanent neue Entscheidungen geben müsse, brauche die Stadt auf jeden Fall einen Nachtragshaushalt, so der Finanzchef im Rathaus.

Ungeplante Mehrkosten fallen in diesem Jahr vor allem für die Einrichtung der Kita-Außenstelle „Benjamin-Blümchen“ im Citytreff an, für die neue Waldkita an der Engelsstraße, den Ausbau der Steinbaracke am Waldstadion und die Schulcontainer an der Theodor-Fontane-Grundschule.

Überschüsse sinken deutlich

Letztere sollen zwar wie berichtet gemietet werden, aber eine Viertelmillion Euro sind für Bau-Freimachung, Zuwegung, Medien-Anschlüsse, Stellplätze und Schallschutz dennoch nötig. „Außerdem haben wir jährliche Kosten von 80000 Euro Miete und 30000 Euro für die Unterhaltung aufzubringen.“ Das alles müsse die Stadt zusätzlich leisten, so Teschner.

„Das Problem dabei ist nur: Bisher hatte die Kämmerei stets mit Überschüssen von etwa 300 000 Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit geplant.“ Mit der jetzigen Situation sei dieser Überschuss auf unter 70 000 Euro gesunken, erklärt der Kämmerer.

Alle Steuer-Positionen ändern sich

Und er sagt: „Damit ist unser Handlungsspielraum schon jetzt deutlich eingeschränkt, und das noch ohne den avisierten Umbau mit Erweiterung der Kleeblatt-Grundschule oder die nötige Feuerwehr-Erweiterung.“ Mit kaufmännischer Vorsicht mahnt er: „Man muss bei solchen Investitionen auch immer ihre künftige Unterhaltung im Blick haben.“

Klar wirke sich das Bevölkerungswachstum auch auf die Steuereinnahmen der Stadt aus, so der Kämmerer, das sei an fast allen Steuerarten zu spüren. Insgesamt erhöhte sich das Steueraufkommen für Ludwigsfelde innerhalb eines Jahres von 42,07 auf 42,2 Millionen Euro.

„Bei den Grundsteuern B, die ja das Bauland betreffen, haben wir von 2017 zu 2018 einen Anstieg von 3,22 auf 3,37 Millionen Euro“, so Teschner. Die Einkommenssteuer stieg von 9,45 auf 10,3 Millionen Euro, die Umsatzsteuer von 2,7 auf 3,2 Millionen Euro.

Hundesteuer-Einnahmen werden 2019 deutlich steigen

Bei der Hundesteuer rechnet der Kämmerer mit deutlich mehr Einnahmen; wie berichtet hatte die Stadt im September eine Hunde-Bestandsaufnahme angekündigt, woraufhin sich die Hundezahl spontan erhöhte. 2017 betrug die Ludwigsfelder Hundesteuer 74000 Euro. Leicht gesunken sind Gewerbesteuern, der Kämmerer sagt: „2017 hatten wir dabei 22,3 Millionen Einnahmen, im Vorjahr waren es 21,1 Millionen Euro.“

Von Jutta Abromeit

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