Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ludwigsfelde Jugendheim „Heinrich Zille“ räumt das Schloss
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Jugendheim „Heinrich Zille“ räumt das Schloss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:59 27.01.2019
Im Schloss Siethen leben zurzeit noch Gruppen des Kinder- und Jugendheims "Heinrich Zille". Später sollen dort Wohnungen entstehen. Quelle: Abromeit
Siethen

Das Kinder- und Jugendheim „Heinrich Zille“ im Ludwigsfelder Ortsteil Siethen zieht nach und nach aus seinem bisherigen Domizil aus: Die Verwaltung arbeitet inzwischen in Luckenwalde, auch einige Wohngruppen sind bereits ausgezogen. Nur etwa ein Dutzend Jugendliche und zehn Erzieher, die sie im Schichtdienst rund um die Uhr betreuen, leben noch im bisherigen Haus.

Dabei handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Schloss mit etwa 2,5 Hektar großem Park. Wie berichtet hatte die Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam 2014 beschlossen, sich von der lukrativen Immobilie zu trennen, das Schloss war zu groß geworden und für heutige Kinder- und Jugendarbeit mit seinen Räumlichkeiten nicht mehr passend.

Die Außenmauer des Jugendheims im Ludwigsfelder Ortsteil Siethen hatten die Jugendlichen innen farbig gestaltet, nach dem der Ortsbeirat sich gegen die Farbe außen gewehrt hatte Quelle: Jutta Abromeit

Verkauft wurde es für eine siebenstellige Summe an einen mittelständischen Unternehmer der Region Zossen. Der veräußerte es weiter an Familie von dem Knesebeck. Die kaufte das frühere Badewitzsche Gutshaus, um es ähnlich dem Gutshaus Löwenbruch zu sanieren und zu attraktiven Wohnungen mit Park und Seeblick umzubauen.

In Löwenbruch war die in Bayern ansässige Adelsfamilie von dem Knesebeck Alteigentümer: Vorfahren hatten auch den Dichter und Schriftsteller Theodor Fontane bei seinen Wanderungen zu Gast. Ähnliche Episoden gibt es rund um das Siethener Anwesen. Das war im ausgehenden 19. Jahrhundert als Herrenhaus der Familie von Badewitz auf einer Grundfläche von 3000 Quadratmetern gebaut worden.

GFB-Jugendheim in Luckenwalde, Mozartstraße 17 Quelle: Elinor Wenke

 

Kurz vor Beginn des Jugendheim-Auszugs aus dem Schloss lebten in Siethen teils mehr als 80 Kinder und Jugendliche. Derzeit wohnen dort noch zwei Gruppen: die therapeutische Jugendwohngruppe „Goldregen“ für Zehn- 17-Jährige, bei ihr sind sieben von neun möglichen Plätzen belegt, und die sogenannte Regelwohngruppe „Feuerahorn“ für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ab vier Jahren.

Sie werden nach Ludwigsfelde umziehen, allerdings müssen ihre beiden neuen Häuser erst gebaut werden. Entstehen sollen sie wie berichtet in der Tulpenstraße. Dort sollen für die betreuten Kinder und Jugendlichen kleine, familienähnliche Wohnverhältnisse entstehen.

Auch diese Spielgeräte haben auch die längste Zeit im Schlosspark gestanden. Quelle: Jutta Abromeit

Der letzte Siethener Heimleiter Frank Matzke ist jetzt Geschäftsführer beim Träger der Einrichtung, der in Potsdam ansässigen Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH (GfB). Er löste dort Norbert Lekow ab, der in den Ruhestand ging.

Kay Schidlowski neuer Heimleiter

Die GfB ist einer der großen Kinder- und Jugendhilfeträger in Brandenburg. Als Betriebsgesellschaft der öffentlich-rechtlichen Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam hatte die GfB 1994 acht ehemals landeseigene Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen übernommen.

Neuer Chef des Siethener Heims „Heinrich Zille“ ist Kay Schidlowski, er arbeitet mit Verwaltungskollegen und einigen Wohngruppen jetzt in Luckenwalde, im Internet sind als Adressen in Mozartstraße und Haag angegeben.

Von Jutta Abromeit

Erst wurde die Alarmanlage außer Kraft gesetzt, dann drangen unbekannte Täter von Freitag zu Samstag in ein Geschäft ein und entwendeten unter anderem Schmuck. Es ist ein hoher Sachschaden entstanden.

27.01.2019

Fahndungserfolg für die Polizei: In der Nähe von Cottbus geriet ein in Ludwigsfelde gestohlener Transporter in eine Kontrolle. Der Fahrer wurde festgenommen.

25.01.2019

Auf den Bahnstrecken in den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald und den angrenzenden Berliner Bezirken wird auch in den kommenden Tagen gebaut. Bei diversen Regionalzuglinien fallen Fahrten aus.

27.01.2019