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Ludwigsfelde Senioren fordern mehr Barrierefreiheit
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Senioren fordern mehr Barrierefreiheit
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06:06 29.06.2018
Rollstuhlfahrer Frank Hawelka zeigte der Besuchergruppe um Bürgermeister Andreas Igel (dahinter) Problemstellen im Kiez. Quelle: Jutta Brekeller
Ludwigsfelde

Der Bordstein ist nicht richtig abgesenkt, der Gullydeckel wird zur Falle für Rollator-Räder, auch Ordnung und Sauberkeit lassen an manchen Stellen des Wohngebietes Ludwigsfelde-West zu wünschen übrig. Vor allem ältere Menschen leben in diesem Stadtteil. Für sie setzt sich der städtische Seniorenbeirat ein.

Suche nach Lösungen mit dem Bürgermeister

Am Donnerstag hatte das Gremium zu einem Rundgang durch den Kiez eingeladen. Die Idee: Bewohner zeigen Schwachstellen und Hindernisse auf, die ihr Leben erschweren. Der direkte Kontakt zum Bürgermeister sollte es möglich machen, praktikable Lösungen auf den Weg zu bringen. Einige Einwohner kamen zum Treffen mit Bürgermeister Andreas Igel (SPD), Stadtverordneten und Vertretern von Senioren- und Behindertenorganisationen am Waldhaus.

Parkende Autos versperren Rolli-Fahrern die Sicht

Frank Hawelka, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, machte gleich vor der Tür des Waldhauses auf die ungünstig gelegene Bordsteinabsenkung aufmerksam. „Vom Rollstuhl aus kann man wegen der parkenden Autos den Verkehr nicht einsehen“, sagte er. „Ein generelles Problem“, so Bürgermeister Igel. Er könne sich ein Leitsystem für barrierefreie Wege in der Stadt vorstellen.

Beratung mit Bürgermeister Andreas Igel (SPD, schwarzer Anzug). Quelle: Jutta Brekeller

Hella Phieler aus der Friedrich-Engels-Straße bemängelte, dass Autos durch die Anwohnerstraße fahren und vor allem Kinder gefährden. Auch unschöne Müllplätze, Hundekot und Abfälle auf Grünflächen stören. Es fehlen Bänke zum Verweilen und grüne Oasen.

Ursula Schreiber kam mit dem Rollator zum Rundgang, um den Bürgermeister auf den schlechten Straßenzustand in der Rosa-Luxemburg-Straße aufmerksam zu machen. Die Wege sind holprig und Autos versperren mangels Parkplätzen die Wege. Doch sie war zufrieden, als sie erfuhr, dass die Straße in zwei Jahren erneuert wird.

Häuser mit vielen Treppenstufen sind nicht seniorengerecht

Fahrstühle werden in den 60er-Jahre-Bauten ebenfalls vermisst. Allerdings, so Ursula Schreiber, die im fünften Stock wohnt, nehme sie das in Kauf, weil die Miete sonst zu hoch würde. „Dennoch muss man sich Gedanken machen, wie Menschen in ihrem Kiez bleiben können, auch wenn sie Treppenstufen nicht mehr bewältigen können“, sagt Vera Paul, Vorsitzende des Seniorenbeirats in der anschließenden Gesprächsrunde. So könnten Tauschbörsen eine Möglichkeit sein. Diese müssten allerdings von den Vermietern initiiert werden.

Seniorenbeirat plant weitere Rundgänge

Für mehr Sauberkeit sollen auch die Anwohner selbst sorgen, schlägt der Bürgermeister vor. So werde auch Kiezgeist gefördert. Angeregt werden gemeinsame Arbeitseinsätze, bei denen die Stadt die Entsorgung der Abfälle übernimmt.

Wenn die heutige Aktion Erfolg zeige, werde man Rundgänge in anderen Stadtteilen organisieren, sagt die Vorsitzende des Seniorenbeirats. Sie drängt auch darauf, in Bauplanungen einbezogen zu werden. So könnten Fehler vermieden werden.

Von Jutta Brekeller

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