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Ludwigsfelde So sollen die Grenzen eines Ortsteils geprüft werden
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde So sollen die Grenzen eines Ortsteils geprüft werden
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20:47 13.03.2019
Jede Woche gibt es neue Bilder aus dem wachsenden Wohngebiet Rousseau Park in der Ahrensdorfer Heide und neue Häuser. Quelle: Foto: Jutta Abromeit
Ludwgisfelde

Die Grenzen von Ahrensdorf, dem künftig größten Ortsteil von Ludwigsfelde, sollen geprüft und vielleicht geändert werden. Das beschlossen die Stadtverordneten bei einer Gegenstimme – der von FDP-Frau Martina Borgwardt aus Ahrensdorf. Sie ist frühere hauptamtliche Bürgermeisterin des heutigen Ortsteils, unter ihrer Regie fusionierten beide Orte. Nach der Diskussion zu eventuell neuen Gemarkungsgrenzen verließ Borgwardt den Rathaussaal.

Nachbarn sollen dieselben Wahlzettel haben  

Als Grund für den Vorschlag, die aktuellen Grenzen zu prüfen, führt die Verwaltung an: Mit dem neuen Wohngebiet Rousseau Park, das auf der Ahrensdorfer Heide zwischen dem Ortsteil und der Kernstadt täglich wächst, entstehen Straßenzüge über die territoriale Grenze hinweg.

Das heißt: Nachbarn wählen künftig in Ludwigsfelde Stadtverordnete und in Ahrensdorf den Ortsbeirat. Dafür müsse es eine Lösung geben, heißt es zur Begründung. Nach Brandenburger Kommunalverfassung können Ortsteile gebildet werden bei ausreichend großer räumlicher Trennung von bewohnten Gemeindeteilen.

Dorfgemeinschaftshaus und Kirchturm von Ahrensdorf Quelle: Jutta Abromeit

Das vor allem sei bei direkter Nachbarschaft nicht der Fall, so die Verwaltung. Sie erwartet mit dem Beschluss einen Vorschlag zur Neuordnung der Grenze. Derzeit hat Ahrensdorf knapp 1000 Einwohner, der bisher größte Ortsteil Genshagen rund 1400. Je nachdem, wie groß die Familien sind oder werden, die in den Ahrensdorfer Teil des Rousseau Parks ziehen, erwartet man dort zwischen 1000 und 2000 Neubürgern.

Mit diesem Zuwachs von mindestens einer Verdopplung der Einwohnerzahl befürchtet der Ortsbeirat von Ahrensdorf eine deutliche Belastung der Infrastruktur, ob auf den Straßen, in der Kita, im Jugendklub, bei der Feuerwehr, in den Vereinen oder in der Turnhalle.

Ortsvorsteher Jens Wylegalla sprach von sozialen und Umwelt-Folgekosten, von mehr Lärm, mehr Autofahrern, mehr Spaziergängern und Joggern oder mehr Badenden an den Kiesgruben. Hinzu kommt eine finanzielle Komponente: In Ludwigsfelde erhält jeder Ortsteil zur eigenen Verfügung für die Dorfgemeinschaft jährlich ein Ortsteilbudget, fünf Euro pro Einwohner.

Ortsbeiratssitzung im Ludwigsfelder Ortsteil Ahrensdorf im Saal des Gasthofs "Deutsches Haus" (genannt Lommel), moderiert von Ortsvorsteher Jens Wylegalla Quelle: Jutta Abromeit

  Für Bürgermeister Andreas Igel (SPD) ist die Frage der sozialen Infrastruktur seit Ende der 1990er Jahre geklärt, im städtebaulichen Vertrag zur Entwicklung des Riesenwohnbaugebiets seien Spiel- und Bolzplätze oder Streuobstwiesen festgeschrieben. Wichtig sei die klare Abgrenzung der Siedlungen, so Igel. „Und ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere talentierte Handballer in Ahrensdorf trainiert“, sagte er.

Martina Borgwardt wollte wissen, ob die Stadt auch vor habe zu prüfen, dass der Rousseau Park oder der Stadtteil Ludwigsdorf insgesamt ein eigener Ortsteil wird. Das verneinte Igel umgehend. Im städtebaulichen Vertrag stehe, Ludwigsdorf und die Kernstadt verschmelzen. Und er erklärte: „Es wird schwer genug, die Neuen einzubinden und ihnen zu sagen,Ihr seid Ludwigsfelder’.“

Von Jutta Abromeit

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