Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ludwigsfelde Stadt braucht Hilfe beim Kassieren von Kita-Gebühren
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Stadt braucht Hilfe beim Kassieren von Kita-Gebühren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:50 13.02.2019
Ludwigsfelder Hort- und Vorschulkinder der Kita „Kleeblatt“ auf dem Spielplatz hinter der gleichnamigen Grundschule. Quelle: FotoS: Jutta Abromeit (2)
Ludwigsfelde

Seit Monaten warten Eltern in Ludwigsfelde mit Kindern im Kita-Alter auf Gebührenbescheide aus dem Rathaus. Bis zu sechs Monate beträgt der Rückstand. Der Grund: Langzeit-Erkrankungen in der Stadtkasse.

Nach Auskunft von Kämmerer Frank Teschner nimmt die Stadt monatlich rund 100.000 Euro an Kita-Gebühren ein, deshalb wirkten sich dieser aktuelle Personal-Engpass und das nicht eingenommene Geld sehr deutlich auf die Finanzen der laufenden Verwaltung aus, so der städtische Finanzchef.

1.Spatenstich für einen DRK-Kita-Anbau an der Ludwigsfelder Geschwister-Scholl-Straße mit 103 Plätzen, jetzt im März wird diese Kita-Erweiterung fertig. Quelle: Jutta Abromeit

Um diesen Notstand zu überbrücken, habe die Stadt einen privaten Dienstleister mit dem Erstellen und dem Verschicken der Gebührenbescheide an die Eltern beauftragt, sagte Bürgermeister Andreas Igel (SPD) in einem Pressegespräch.

Doch nicht nur in der Kämmerei fehlt Personal. „Am meisten tut es uns angesichts der vielen Bauvorhaben weh, dass uns ingenieurtechnisches Personal fehlt“, so der Bürgermeister. In diesem Bereich sei die Hälfte der Stellen unbesetzt, „da kommen wir gegen die Wirtschaft auch nur schwer an“, so der Rathauschef.

Personalnot zurzeit ein Dauerzustand

Ebenso fehle sowohl in der Stadtplanung als auch in der Bauleitplanung die Hälfte des benötigten Personals. „Was noch einigermaßen geht, sind Verwaltungsmitarbeiter“, sagt Igel. Die gebe es noch.

Die Stadt Ludwigsfelde beschäftigt einschließlich Kita-Erzieher und Grundschul-Sekretariate deutlich mehr als 300 Mitarbeiter, etliche davon in Teilzeit. Anfang vergangenen Jahres waren von 283 Vollzeit-Stellen 49 unbesetzt.

Das hatte sich nach den Informationen vom Beigeordneten und zuständigen Fachbereichsleiter Christian Großmann (SPD) bis Mitte des Jahres fast halbiert. Großmann wird von den Stadtverordneten regelmäßig nach der Personalsituation gefragt.

Christian Grossmann (SPD), Erster Beigeordneter der Stadt Ludwigsfelde/stellv. Bürgermeister Quelle: Jutta Abromeit

Doch wegen Langzeit-Erkrankungen und der Verabschiedung vieler Mitarbeiter in den Ruhestand oder den vorzeitigen Ruhestand wird das Problem zurzeit kaum kleiner. „Dabei hatten wir im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 50 Neueinstellungen“, so der Bürgermeister im Pressegespräch.

„Im Sachgebiet Personal sind wir jetzt wieder komplett, alle Stellen von sieben Mitarbeitern und einem Leiter sind jetzt besetzt“, sagt Igel. So könnten inzwischen wieder alle Regelprozesse erledigt werden. „Das war ja vor allem vor dem Hintergrund von Stellenausschreibungen und Neubesetzungen wichtig“, sagt der Bürgermeister.

Wie berichtet hatten in den zurückliegenden beiden Jahren mit Marco Wachsmuth und Kinga Schirrmeister zwei Bauhof-Leiter die Stadt verlassen.

Bauhof wird aus- und um gebaut

Nach dem unter Igels Vorgänger Frank Gerhard (SPD) angeordneten Umzug der Kommunalservice-Verwaltung vom Bauhof an der Straße der Jugend ins Rathaus wurde das mit dem Jahreswechsel jetzt rückgängig gemacht. Wie berichtet wird dort an- und umgebaut, dabei geht es vor allem um neue Umkleide- und Sanitärräume.

Über eine neue Bauhof-Leitung werde entschieden, wenn nach einer aktuell laufenden Untersuchung feststehe, wie viel Personal dort gebraucht werde, so Igel. Und er sagt: „Wir mussten feststellen, dass wir angesichts neuer Wohngebiete und Straßen in diesem Sachgebiet steuerungstechnisch an unsere Grenzen kommen.“

Von Jutta Abromeit

Bei einem Unfall in Ludwigsfelde sind am Mittwochvormittag eine 35-Jährige und ihr zweijähriger Sohn verletzt worden. Sie kamen ins Krankenhaus.

13.02.2019

Ein Großteil des Geldes, dass der BER bis Ende 2018 für den Schallschutz der Anwohner ausgegeben hat, ist in Entschädigungen an Hausbesitzer geflossen. Allerdings wurden für fast doppelt so viele Wohnungen Schallschutz-Maßnahmen bewilligt.

13.02.2019

180 Euro extra bekommen die Beschäftigten in Ludwigsfelde für 2018. Der Unmut ist groß. Denn die Daimler-Kollegen in Düsseldorf, wo der Sprinter auch produziert wird, streichen 5000 Euro ein.

15.02.2019