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Ludwigsfelde Supermarkt will weniger Plastverpackung
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20:51 11.03.2019
Stella Specht erklärt SPD-Landtagsmitglied Helmut Barthel Verpackungssparvarianten. Quelle: Foto: Privat
Ludwigsfelde

Bilder von riesigen Plastikteppichen in Weltmeeren lassen auch die Azubis bei Edeka Specht in Ludwigsfelde nicht kalt. „Es ist höchste Zeit umzudenken“, finden die jungen Menschen, die sich selbst „Jungspechte“ nennen. Deshalb entwickelten sie beim diesjährigen U-21-Azubi-Projekt Ideen, wie unnötiger Verpackungsmüll im Supermarkt vermieden wird. Und sie stellten sich die Frage: „Wie können wir selbst nachhaltiger werden?“

Eingeladen haben sie den hiesigen Landtagsabgeordneten Helmut Barthel (SPD). Der sei begeistert vom Engagement der jungen Erwachsenen, heißt es in einer Pressemitteilung. Am Montag sah er sich das seit kurzem laufende Projekt vor Ort an. Direkt im Markt und in der Gastronomie ließ er sich von Stella Specht, der ältesten Tochter des Unternehmer-Paars Carmen und Hans-Hermann Specht, die Umsetzung der Azubi-Ideen erklären.

„Jungspechte“ setzen auf Maisstärke oder Graspapier

Stella Specht zeigte, wie alles an Verpackung im Markt auf nachhaltige Varianten umgestellt sei: „Es gibt zum Beispiel Verpackungen aus Maisstärke, Zuckerrohr oder Milchsäure, aber auch aus Papier, Pappe, Holzstoff oder Graspapier“, so Stella Specht. Selbst die bisherige Klarsichtfolie für Präsentkörbe werde bald gegen umweltfreundliche Zellulose-Folie getauscht, sagte sie.

Neben nachwachsenden Rohstoffen seien auch wiederverwertbare Behältnisse ein Beitrag zum Müllvermeiden. Beim Kauf von Wurst und Käse seien eigene Behälter gern gesehen. Um Kunden an Frische-Theken zu verpackungsfreiem Einkauf zu animieren, sei eine Bonuskarte eingeführt worden: Wer zehnmal mit Mehrweg-Behältnis einkauft, bekomme einmalig zehn Prozent Rabatt auf den gesamten Einkauf.

Nur noch halb so viele Kassenbon-Rollen

Außerdem würde zur Nachhaltigkeit der Kassenbon nur noch auf Wunsch des Kunden gedruckt, so sei der Bon-Rollen-Verbrauch um etwa die Hälfte gesunken. Und zum Verstauen des Einkaufs gebe es an der Kasse Papier- und mehrfach verwendbare Tüten. „Darüber hinaus läuft der gesamte Supermarkt-Betrieb mit Ökostrom“, so Inhaber Hans-Hermann Specht.

Helmut Barthel hält das Einkaufsverhalten jedes Einzelnen für wichtig: „Mit der wachsenden Weltbevölkerung nimmt auch die Müllmenge zu, die unsere Umwelt belastet.“ Da sich Kunststoff nur sehr langsam zersetze, sei Plastik-Verpackungsmüll eine der größten Herausforderungen.

„Das Beste sei, den von vornherein soweit wie möglich zu vermeiden“, sagt Barthel. Er findet: „Das Edeka-Azubiprojekt leistet dazu einen tollen Beitrag und sollte Schule machen.“

Von Jutta Abromeit

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