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Ludwigsfelde Umzug für 40 Kita-Kinder vertagt
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22:34 30.01.2019
Eltern und -Großeltern beschworen die Stadtverordneten im Rathaussaal, den Umzug ihrer Kinder oder Enkel abzulehnen. Quelle: Foto: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Die mehr als zwei Dutzend Eltern in Ludwigfsfelde, die sich mit Petitionen gegen den Auszug ihrer Sprösslinge aus der Kita „Benjamin Blümchen“ in eine Außenstelle im jetzigen City-Treff wehren, müssen weiter warten: Die Stadtverordneten vertagten am Dienstag eine Entscheidung über ihre Antwort auf den Eltern-Protest.

Zu vielschichtig waren Details, zu viele Fragen offen, um fundiert zu entscheiden, fanden etliche Stadtverordnete. Allerdings erklärten sie auch klar und deutlich: Das Problem ist so wichtig und drängend, notfalls muss es dazu im Februar eine Sondersitzung geben.

Die städtische Kita "Benjamin Blümchen" in Ludwigsfelde Quelle: Isabelle Richter

Die Situation: Für die Kita City-Treff gibt es eine Betriebserlaubnis, doch nur für Kinder ab zwei Jahren. Die Kinder wartender Eltern sind aber durchweg jünger, deshalb sollen ältere „Benjamin-Blümchen“-Kinder von der Schulstraße an die Klausener-Straße wechseln. Dort im City-Treff, einem Jugend-, Vereins- und Band-Domizil, gibt es wegen der großen Kita-Platznot in der Stadt befristet bis Ende 2021 eine Kita mit 40 Plätzen.

Im Februar zieht das DRK dort aus, seine neue Kita mit 100 Plätzen an der Geschwister-Scholl-Straße ist dann fertig. Im Sommer wird zudem der „Schwalbennest“-Neubau im Rousseau-Park mit 220 Plätzen fertig.

Im Oktobe 2017 war 1.Spatenstich für den DRK-Kita-Anbau an der Ludwigsfelder Geschwister-Scholl-Straße, im Februar wird er fertig und hat 103 Plätze. Quelle: Jutta Abromeit

Doch das alles hilft Eltern, die jetzt Nachwuchs haben und einen Betreuungsplatz brauchen, wenig. Container-Lösungen oder Umwidmungen anderer Räume, wie sie die Umzugsunwilligen-Eltern vorschlagen, brauchen Bau- und Genehmigungszeiten. Eine Kita-Betriebserlaubnis gibt es nur von der Landesregierung, das liegt nicht in kommunaler Hoheit.

Diese Zwickmühle hatte die Stadtverwaltung den „Blümchen“-Eltern am Montagabend in einer Elternversammlung erklärt. Und vor diesem Dilemma sehen sich nun auch die Stadtverordneten.

Protest stimmte Stadtrat um

Die wären ohne den massiven Eltern-Protest wahrscheinlich dem eindeutigen Votum des Hauptausschusses gefolgt; der hatte wie berichtet einhellig für die von der Verwaltung vorgelegte Lösung gestimmt. Doch wie schon zu den Ausschuss-Sitzungen waren am Dienstag zur Stadtratsitzung im Rathaussaal wieder Dutzende Eltern und Großeltern gekommen, vor allem die Einreicher der knapp 30 Petitionen an die Stadtverordneten.

Sie argumentierten erneut mit dem Autobahn-Lärm am City-Treff 23 Meter neben der A10, mit dem Feinstaub und daraus resultierenden Gesundheitsschäden. Fachbereichsleiter Paul Niepalla erklärte, alle Eltern-Bedenken seien aufgenommen, geprüft und weitergeleitet worden.

Betriebserlaubnis nur bei positiver Stellungnahme

Die Verwaltung habe das Landesumweltamt um eine Stellungnahme gebeten und aus dem Bildungsministerium gebe es die klare Ansage: „Eine Betriebserlaubnis wird nur erteilt, wenn das auch nach der Stellungnahme des Landesumweltamtes erlaubt ist“, so Niepalla.

Kritik von den Stadtverordneten kam in puncto Kommunikation zwischen Eltern und Rathaus, die müsse besser werden, so VF-Fraktionschef Hans-Erwin Baltrusch, sonst habe man sich als Gegner.

Von Jutta Abromeit

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