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Ludwigsfelde Zuzugsstadt lauert auf Kita-Betriebserlaubnis
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19:40 12.03.2019
Ralf Pollnau fotografierte diese Bauarbeiten auf dem City-Treff-Außengelände an der Klausener-Straße. Quelle: Foto: Privat
Ludwigsfelde

Noch immer hat die Stadt Ludwigsfelde kein Signal von der Landesregierung in Potsdam, ob sie für die temporäre Kita im City-Treff eine Betriebserlaubnis bekommt. Das sagte Bürgermeister Andreas Igel (SPD) am Dienstag bei einem Pressegespräch auf MAZ-Nachfrage. Wie berichtet sollten zwei Gruppen der Kita „Benjamin Blümchen“ seit Montag schon im City-Treff betreut werden.

Gegen den Umzug von 40 älteren Kindern hatten 27 Eltern Petitionen bei den Stadtverordneten eingereicht. Damit protestierten sie vor allem gegen den Lärm in dieser direkt an den Autobahn-Brücken liegenden Einrichtung. Weil die Stadt einen akuten Kitaplätze-Notstand hat, konnten die Eltern den Umzug nicht verhindern. Doch sie erreichten, dass es Umweltprüfungen gibt, das Ergebnis der Lärmmessung steht aus. Davon hängt nun die Betriebserlaubnis ab.

Wenn es sie für dieses Haus gibt, das ansonsten ein Vereinsdomizil ist, dann nur für Kinder, die älter als zwei Jahre sind. Deshalb ist der Umzug nötig; so kann die Stadt an der Schulstraße bei „Benjamin Blümchen“ Eltern jüngerer Kinder neue Betreuungsplätze anbieten. Damit die Kinder jedoch ein Minimum an Gewohnheit behalten können, ziehen zwei komplette Gruppen mit ihren Erzieherinnen um, so die wiederholte Aussage der Ludwigsfelder Rathausspitze in verschiedenen politischen Gremien.

Die Kita "Benjamin Blümchen" an der Schulstraße in Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

Und aus Kostengründen werde die City-Treff-Kita nicht vor der Betriebserlaubnis hergerichtet. Ralf Pollnau ist Vater einer vierjährigen Tochter, die zu den beiden Gruppen Umzugsgruppen „Waldmäuse“ und „Eichhörnchen“ gehört. Er schickte keine Petition, fragt sich aber aufgrund bisheriger Informationen: „Und warum kommen dann Möbel und Spielgeräte von ,Benjamin Blümchen’ in den City-Treff und warum wird dort auf dem Außengelände gebaggert und werden dort Spielgeräte aufgestellt?“

Das fragte die MAZ den Bürgermeister. Der erklärt die städtische Sicht auf die Hängepartie: „Die Spielgeräte und die Möbel hatten wir an der Oberschule Bebelstraße, wo ja die Fontane-Grundschule mehr als ein Jahr lang provisorisch während der Sanierung des eigenen Gebäudes untergebracht war. Wir mussten sie dort ohnehin abholen“, so Igel und fragt, warum sollte die Verwaltung das alles erst noch zwischenlagern? Er werde dem Eltern-Hinweis jedoch nachgehen, weil die Anweisung ernst gemeint sei zu warten, bis die Betriebserlaubnis da sei.

Von Jutta Abromeit

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