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Ludwigsfelde Verkehrswege im neuen Stadtteil Ludwigsdorf
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00:24 20.08.2018
Die Großbaustelle Ludwigsdorf: im Rousseau-Park Nord sind gerade 900 Grundstücke erschlossen. Quelle: Foto: Abromeit
Ludwigsfelde

Der Rousseau Park, Kerngebiet des künftigen Ludwigsfelder Stadtteils Ludwigsdorf, wird definitiv keine Durchgangsstraße haben. Das sagte Investor Wolfgang Kleiner von Callidus GmbH der MAZ. Wie berichtet war das in verschiedenen Gremien befürchtet worden, sowohl von Neubürgern als auch von Bewohnern des Flussviertels. Eine solche Durchgangsstraße in dem für 5000 Menschen geplanten Gebiet würde Motorisierte verleiten, dort eine Abkürzung zwischen Autobahnabfahrt Ludwigsfelde West und der Stadt zu suchen.

Parks statt Straßen

Der alte Bebauungsplan von vor fast 20 Jahre sah noch extrem viele Straßen vor. „Damals hat man noch Auto gerecht geplant, das entspricht aber nicht mehr heutigen Bedürfnissen“, so der Investor.

Im überarbeiteten Plan seien Straßen zwischen den Quartieren durch Parks ersetzt worden und es gebe nur noch eine Umgehungsstraße. Im öffentlichen Nahverkehr fahren in Ludwigsdorf bisher nur die Busse einer Linie bis in die fertig gebaute Waldsiedlung. Der nächste Bahnhof ist seit Ende 2012 Struveshof. Dieser Haltepunkt war aus der Genshagener an die Ahrensdorfer Heide zwei Kilometer westwärts verlegt worden.

Hindernis zum Bahnhof: ein Hektar Fremdfläche

Callidus-Geschäftsführer Wolfgang Kleiner erklärt: „Hätte man mich als Investor gefragt, wäre mein Wunsch gewesen, den Bahnhof idealerweise noch 300 Meter weiter ans Informations- und Quartierzentrum mit Einkaufsmöglichkeiten und Kita zu verlegen.“ Nun trennt etwa ein Hektar Stadtgüter-Fläche den Haltepunkt und den Rousseau Park.

„Natürlich werde ich nicht müde, über ein vernünftiges Wegekonzept zur Lösung dieses Problems zu sprechen“, sagt Kleiner. Schulkinder und Ludwigsdorfer ohne Auto müssen bisher mit dem Fahrrad Umwege nehmen, um mit der Bahn nach Potsdam oder Schönefeld zu kommen.

Car-Sharing mit Elektroautos

Im neuen Stadtteil sollen sich Bewohner künftig auch Elektroautos teilen können. „Familien dort sollen möglichst ganz auf ein Auto oder zumindest auf ein Zweit- oder Drittauto verzichten können, ohne in ihrer Mobilität eingeschränkt zu sein“, so Kleiner. Dafür werde in den kommenden vier Jahren das Projekt E-Car-Sharings sukzessive aufgebaut. Zunächst seien im Wohnpark an strategisch günstigen Punkten 14 für jeden erreichbare Ladesäulen für Elektroautos geplant.

Die Stadt Ludwigsfelde mit ihren vielen Pendlern und immer knapperen Parkplätzen arbeite bei ihrem Mobilitätskonzept in dieselbe Richtung arbeite. Daher werde man bei der Planung für das E-Car-Sharing eng mit der Kommune kooperieren, so der Investor.

Überall Fahrradwege

Damit es tatsächlich „Entschleunigung statt Leben auf der Überholspur“ heißen könne, würden alle Straßen verkehrsberuhigt angelegt, Fahrradwege werde es überall geben, sie führten ins Kiez-Zentrum und nach Ludwigsfelde. Kleiner erklärt: „Das heißt vor der Haustür mit dem Dreirad oder Rollerblades fahren, auf Stelzen laufen, Fußball spielen und Gummitwist hüpfen.“

Von Jutta Abromeit

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