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Ludwigsfelde Neue Oberschule ein Jahr später
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Neue Oberschule ein Jahr später
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15:01 28.06.2018
In diesem Gebäude kann sich die Stadt Ludwigsfelde  neben der Gottlieb-Daimler-Oberschule zusätzlich eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe vorstellen Quelle: Foto: Abromeit
Ludwigsfelde

Die neue Schule mit Abiturmöglichkeit in Ludwigsfelde kann nicht wie angekündigt im kommenden Jahr zustandekommen, sondern erst zum Schuljahr 2020/21. Das sagte Bürgermeister Andreas Igel (SPD) auf MAZ-Nachfrage zum Stand der avisierten Gründung einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (Gost) für 2019.

„Die Zeitplanung war objektiv zu eng“, erklärte Igel. „Die Beteiligung des Schulamtes und der Nachbarkommunen dauert länger als im Idealfall.“ Zudem solle solch eine wichtige Entscheidung nicht im kommenden Jahr zum Wahlkampfthema gemacht werden, so der Ludwigsfelder Bürgermeister.

Vor allem Mittelständler fordern weitere Abi-Möglichkeit

Wie berichtet hatten Eltern in Ludwigsfelde eine solche zusätzliche Bildungsmöglichkeit vehement gefordert. Vor allem Mittelständler machten sich dafür stark, damit Kindern täglich weite Schulwege nach Potsdam oder Berlin erspart bleiben und junge Leute die Stadt nicht schon ab der weiterführenden Schule verlassen. Einen Grund, die Hochschulreife nicht zuerst am naturwissenschaftlich geprägten Marie-Curie-Gymnasium Ludwigsfelde zu versuchen, sehen die Eltern auch im hohen Niveau dieser Schule; sie halten es für die meisten Schüler, die das Abitur anstreben, für zu hoch.

Frank Boje von der Elterninitiative, die die Gründung mit mehr als 800 Unterschriften vor einigen Monaten angestoßen hatte, ist von der Verschiebung nicht überrascht. Er und die anderen Eltern wissen das bereits von ihren Vertretern in der Arbeitsgruppe zur Gründung der Gost.

Qualität vor Hektik

Boje sagte: „Das ist vernünftig, denn es geht uns nicht in erster Linie um schnelles Durchsetzen unseres Willens, sondern um die Qualität der Schulbildung für unsere Kinder.“ Wenn beim Durchziehen der vom Bürgermeister im Frühjahr dargelegten äußerst engen Terminkette etwas schiefgehen würde, hätte niemand was davon, so der Vater schulpflichtiger Kinder. Auch er hofft darauf, dass der eigene Nachwuchs an dieser Schule in einigen Jahren das Abitur ablegen könnte.

Der Ludwigsfelder Vorstoß zu dieser Schulgründung hatte vor allem die Nachbarkommunen in der Region überrascht. Denn noch zum Jahreswechsel hatten die Speckgürtelgemeinden Großbeeren, Blankenfelde-Mahlow und Ludwigsfelde gemeinsam nach einem Weg zur Gründung einer solchen Bildungsmöglichkeit gesucht, vor allem mit dem Argument: Für eine Kommune allein würde es schwer, die nötigen Schülerzahlen zusammenzubekommen. Es wurde auch erwogen, erstmals in der Region einen gemeinsamen Schulzweckverband zu gründen. Das scheitert jedoch an der gegenwärtigen Gesetzeslage.

Kritiker sehen Gefahren für bestehende Ober- und Gesamtschulen

Widerstand gegen die Neugründung gibt es wie ebenfalls berichtet von Schulleitern weiterführender Schulen in der Region. Sie sehen mit einer neuen Schule in der bevölkerungsreichsten Stadt des Kreises und angesichts der neuen Abi-Möglichkeit im Nachbarkreis Gefahren für bestehende Ober- und Gesamtschulen. Einhellig verweisen sie auf bisher noch freie Kapazitäten und darauf, dass der Zuzug irgendwann vorbei ist und dann Schulen wieder geschlossen werden müssten.

Ein Gebäude für die geplante neue Ludwigsfelder Schule ist kein Problemeine: Seit dem Mauerfall hatten in der Stadt wegen sinkender Kinderzahlen drei Schulen geschlossen werden müssen. Damit steht das Doppelgebäude an der Liebknechtstraße mit der Gottlieb-Daimler-Oberschule zur Hälfte leer.

Von Jutta Abromeit

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