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Ludwigsfelde Regierung plant S-Bahn bis Rangsdorf in drei Varianten
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Regierung plant S-Bahn bis Rangsdorf in drei Varianten
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00:22 03.02.2019
Der Rangsdorfer Clemes Wudel vor seinem Werbeanhänger für die S-Bahn-Ausbau. Quelle: Foto: Privat
Rangsdorf

Die Pläne für den S-Bahn-Ausbau bis nach Rangsdorf schreiten voran. Laut Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) sind alle Eigentumsverhältnisse entlang der geplanten Trasse klar definiert. Es gehe jetzt „vor allem um die Frage der notwendigen Grundstückseingriffe“. Das schreibt die Ministerin in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Danny Eichelbaum und Rainer Genilke.

Die Planer haben verschiedene Varianten untersucht. Das Dahlewitzer Gewerbegebiet um die Firma Rolls Royce soll einen eigenen S-Bahnhof bekommen und die Linie S 2 aus Berlin könnte bis nach Rangsdorf fortgeführt werden. Laut Schneider seien eingleisige, eingeschränkt zweigleisige und vollständig zweigleisige Infrastrukturvarianten möglich. Für eine endgültige Variante hat sich die Regierung noch nicht entschieden. Auch die Frage, wann mit den Bauarbeiten begonnen wird, ließ die Ministerin offen.

S-Bahn nach Ludwigsfelde

Dem S-Bahn-Ausbau bis nach Ludwigsfelde erteilte Ministerin Schneider erneut eine Absage. Sie sieht keine Grundlage für derartige Pläne. Die Regionalbahnen zwischen Berlin und Ludwigsfelde würden zukünftig häufiger fahren. Ab 2022 soll zusätzlich eine neue Linie über Ludwigsfelde, Flughafen BER nach Berlin Ostkreuz eingeführt werden.

Danny Eichelbaum reagiert verärgert. Die Entscheidung der Regierung, Die S-Bahn nach Ludwigsfelde abzulehnen, sei nicht nachvollziehbar. „Ich erwarte, dass die Landesregierung endlich auch einen klaren Zeithorizont für die Realisierung der S-Bahnverlängerung benennt. Darauf haben die Menschen im Norden des Landkreises einen Anspruch“, sagt er.

Ausbau des Rangsdorfer Bahnhofs

„Für Rangsdorf ist das eine wichtige Entscheidung“, sagt Clemens Wudel, ein Rangsdorfer Bürger, der sich seit Jahren für den S-Bahn-Ausbau einsetzt. Die Gemeinde plant, den Bahnhof in Rangsdorf umzubauen und den westlichen Vorplatz zu erneuern. Dort liegen noch alte S-Bahngleise, da Rangsdorf bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 bereits über einen S-Bahn-Anschluss verfügte.

Auf der Westseite des Rangsdorfer Bahnhofs befand sich einst das Gleis der S-Bahn. Derzeit liegt die Fläche brach. Quelle: Christian Zielke

Wudel befürchtet, dass die S-Bahn-Erweiterung den Bahnhofsplänen in die Quere kommen könnte. „Die Pläne für das Bahnhofsgebäude stammen aus einer Zeit, als die S-Bahn bis Rangsdorf noch in weiter Ferne lag“, sagt er. Wudel hat deshalb bereits im Oktober eine öffentliche Petition an den Bürgermeister und die Gemeindevertretung geschickt, in der er um die Klarstellung dieser Sache bittet. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hatte angekündigt, in einer zukünftigen Bauausschusssitzung auf die Petition zu antworten. Bisher ist das noch nicht geschehen.

Von Jonas Nayda

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