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Ludwigsfelde Stadt sucht Ursache für weißen Schaum
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Stadt sucht Ursache für weißen Schaum
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05:43 31.05.2018
Ein Flugzeug im Landeanflug auf Schönefeld direkt über der Stadt Ludwigsfelde. Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Zum Thema Kerosin-Schaum in Ludwigsfelde haben die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Ludwigsfelde (BI) und Bürgermeister Anderas Igel (SPD) nach ihrem ersten Treffen vergangene Woche einen weiteren Termin vereinbart. Anfang Juli wollen sich beide Seiten weiter über das Phänomen unterhalten, das vor allem den Ludwigsfelder Horst Steinicke beunruhigt.

Weißer Schaum schädigt Pflanzen

Der hatte wie berichtet auf eigene Kosten ein mehr als 700 Euro teures Gutachten fertigen lassen, weil er mehrmals, zuletzt am 10. Mai, weißen Schaum an Haus und Hof beobachtet hatte. Dieser Schaum hält sich zehn bis 20 Minuten. dann ist er weg, hinterlässt jedoch geschädigte Pflanzen und Ablagerungen. Steinicke ist wie schon vor Jahren bei seinem Einwand zum Flughafen-Planfeststellungsverfahren nun aufgrund des Gutachtens davon überzeugt, dass es sich um unverbranntes Kerosin der Flugzeuge handelt, die in Schönefeld starten und landen. Für Bürgermeister Igel sind es zwar durchaus Rückstände aus Verbrennungsmotoren. Dass Flugzeuge die Verursacher sind, diesen Nachweis hält er aber für äußerst schwierig.

Bürgermeister: Kommunalservice soll Proben nehmen

„Wir beziehen in diese Problemdiskussion die Schutzgemeinschaft der Flughafen-Umlandgemeinden mit ein“, sagte Igel nach dem Treffen. Zudem werde das Thema in eine Arbeitsgruppe des Dialogforums aus Vertretern von Kommunen, Ländern, Bund und Flughafengesellschaft eingebracht. Das Landesumweltamt sei von den Beobachtungen und dem vermuteten Grund informiert worden, so Igel. Er habe den Kommunalservice und die Friedhofsverwaltung angewiesen, bei vergleichbaren Erscheinungen gesicherte Proben zu nehmen. Des weiteren habe die Verwaltung die Fluglärmkommission angeschrieben mit der Bitte um Information, wo sich der Bereich befindet, über dem Flugzeuge Kerosin ablassen dürfen. Zudem habe man die Kommission um eine Stellungnahme gebeten.

Bürgerinitiative: Reste stammen von Kerosin

„Wir als Vertreter der Bürgerinitiative haben zum Ausdruck gebracht, dass ein großes Interesse besteht, das Problem gemeinsam mit der Stadt anzugehen“, sagte der BI-Vorsitzende Michael Neumann. Die BI habe natürlich Bezug auf das Gutachten genommen. „Das attestiert eine deutliche Kontaminierung des untersuchten Regenwassers mit Kerosin, und nicht etwa mit ,irgendwelchen’ Rückständen von Verbrennungsmotoren“, so Neumann. Außerdem weise es explizit auf Gesundheitsgefahren hin. Und Neumann sagte, es gebe unterschiedliche Auffassung, welche Vorgehensweisen für erforderlich gehalten wird.

Von Jutta Abromeit

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