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Ludwigsfelde Starke Stimme aus Ahrensdorf
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Starke Stimme aus Ahrensdorf
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00:29 31.05.2018
Frieda Gleim singt mit viel Seele ihre Lieder. Quelle: Jutta Brekeller
Ludwigsfelde

Das A-capella-Stück sei das schwierigste in ihrem Konzert, bekennt Frieda Gleim kurz vor ihrem Auftritt am Freitagabend in der Lounge des Klubhauses in Ludwigsfelde. Die 18-jährige Ahrensdorferin, die im vergangenen Jahr ihr Abitur gemacht hat, legt an diesem Abend vor einer Fachjury den Oberstufenabschluss ab. Dafür gelten landesweit einheitliche Kriterien. So muss man sein Können zum Beispiel bei einem öffentlichen Konzert unter Beweis stellen.

Höchster Abschluss

Es ist der höchste Abschluss, den man an einer Musikschule machen kann, so Tino Flörke, Leiter der Musik- und Kunstschule Ludwigsfelde. Frieda Gleim ist die erste Schülerin dieser Schule mit einem solchen Abschluss. „Eine gute Voraussetzung für ein Musikstudium“, sagt Tino Flörke. Doch das Ahrensdorfer Gesangstalent hat anderes vor. „Ich habe mich für ein Studium der Medizin beziehungsweise der Psychologie beworben“, so Frieda Gleim. Die Musik wird aber ihr Hobby bleiben. „Mal sehen, was sich später noch ergibt.“

Mit Spaß dabei

Frieda Gleim nimmt seit der ersten Klasse Unterricht an der Musik- und Kunstschule Ludwigsfelde. Nicht, weil die Eltern sie dazu gedrängt hätten. „Es hat mir Spaß gemacht“, erzählt sie. „Deshalb bin ich auch dabei geblieben.“ Sie spielt Gitarre und Klavier, seit sieben Jahren nimmt sie Gesangsunterricht. „Musik ist ein Geschenk für mich, ein Geschenk für jeden Menschen“, sagt Frieda später in der Moderation zum Abba-Song „Thank you for the music“, den die stimmgewaltige Musikerin zum Abschluss ihres Konzertes singt.

Dass ihr Musik Freude macht, sieht man. Sie wirkt unverkrampft, fröhlich; ihr Gesten sind natürlich. Es scheint, als kommen die Töne einfach so aus ihr heraus: kraftvoll und sehr klar. Das honorieren auch die Juroren.

Sorgfältige Songauswahl

Die Songs für das Konzert hat sie sorgfältig ausgewählt. Zu jedem hat sie eine besondere Beziehung, jeder hat irgendwie mit ihrem Lebensgefühl zu tun. „Geile Zeit“ von Juli erinnert an die Abi-Zeit und „In this heart“ von Sinéad O’Connor bestärkt sie darin, der Oberflächlichkeit nie zu viel Raum zu gewähren. Frieda Gleim, schnörkellos gekleidet im weißen Spitzenshirt und schwarzer Hose, singt nicht nur Lieder, sie will auch Botschaften an das Publikum senden.

„Musikalisch und in der Moderation anspruchsvoll“, lobt die Jury, die aus dem Musikpädagogen und Landesfachgruppenchef für populäre Musik Chris Poller, der Kulturwissenschaftlerin Marlen Meißner, Musikschulleiter Tino Flörke und dem stellvertretenden Leiter der Musikschule Andreas Peschke besteht. Frieda Gleim bekommt die höchste Punktzahl. Sie hat „mit hervorragendem Erfolg“ bestanden.

Von Jutta Brekeller

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