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Ludwigsfelde Stromtrasse bei Tiefbauarbeiten beschädigt
Lokales Teltow-Fläming Ludwigsfelde Stromtrasse bei Tiefbauarbeiten beschädigt
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01:15 30.03.2019
Stromausfall in großen Teilen von Ludwigsfelde; bei Tiefbauarbeiten im Industriepark West war eine 10-Kilovolt-Leitung beschädigt worden.
Ludwigsfelde

Plötzlich ging das Licht aus, alle elektrischen Geräte versagten, Ampeln entlang der Potsdamer Straße wurden schwarz – gegen 7.45 Uhr am Mittwochmorgen fiel in der halben Stadt Ludwigsfelde der Strom aus.

Daniela Oberländer, die stellvertretende Geschäftsführerin der Stadtwerke Ludwigsfelde, erklärt: „Bei Tiefbauarbeiten an der Verlängerung der Brandenburgischen Straße zum Industriepark ist eine 10-Kilovolt-Leitung beschädigt worden.“

Autobahn Grenze der Stromlosigkeit

Definitiv nicht betroffen gewesen sei das Krankenhaus, so Oberländer auf MAZ-Nachfrage. Am Nachmittag kommt die Antwort an die MAZ aus einer Firmenzentrale, auf deren Ludwigsfelder Standort im Industriepark gebaut wird: „Der Stromausfall wurde durch einen Dienstleister, der an unserer Baustelle arbeitet, verursacht.“ Dank schneller Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Netzbetreiber habe die Stromversorgung in knapp 45 Minuten wiederhergestellt werden können, so der Unternehmenssprecher.

Grenze der rund halbstündigen Stromlosigkeit war offenbar die Autobahn: Westlich davon ging nichts mehr, östlich davon merkte niemand etwas von der Havarie. Der Westbereich in den Ludwig-Arkaden war ohne Strom, im Ostbereich lief alles weiter. Gleich in den ersten Minuten des Stromausfalls hatten Passanten und Kunden angesichts der Dutzenden Baustellen an allen Ecken der Stadt „bestimmt ein Bagger“ vermutet.

Ampelanlagen nur Sekunden ohne Strom

Insgesamt, so die Vize-Chefin des Energieversorgers, hatten rund 2500 Haushalte keinen Strom, außerdem Supermärkte, Apotheken und Ärzte, „vorwiegend Gewerbetreibende entlang der Potsdamer Straße“, sagte Oberländer.

Der eigentliche Stromausfall für die Lichtsignalanlagen habe nur wenige Sekunden betragen. Doch dass der Verkehr dann weiter ohne Ampelregelung auskommen musste, hat damit zu tun, dass solche Anlagen nicht wie normale Beleuchtung an- oder ausgeschaltet werden können. Dafür zuständig ist an der Potsdamer Straße, einer Landesstraße, der Landesbetrieb Straßenwesen.

Auch Handy-Nutzer hatten Funkstille

Dass die Havarie so rasch behoben werden konnte habe mit Sicherheitsvorkehrungen zu tun, erklärt die Frau an der Stadtwerke-Spitze. Für solche Fälle gebe es parallel eine zweite Leitung, auf die schnell umgeschaltet werden kann. Das sei umgehend geschehen, so Oberländer. Und sie bestätigt, dass auch Handy-Nutzer über Ausfall klagten: „Das ist sehr gut möglich. Zwar nicht bei der Telekom mit ihrem System, aber einige Netzanbieter haben ja Sendemaste in dem betroffenen Gebiet.“

Zu den betroffenen Supermärkten gehören Kaufland, Edeka und die Netto-Märkte am Anton-Saefkow-Ring. Edeka-Chef Hans Hermann Specht sagt: „Es funktionierte plötzlich gar nichts mehr, keine Kassen- und kein Wagensystem, keine Beleuchtung und kein Backautomat.“

„Es gab keinerlei Panik“

Noch vor dem Anruf eines Mitarbeiters habe sich der Sicherheitsdienst aus Teltow gemeldet, so Specht. „Dort sind alle unsere Anlagen aufgeschaltet. Es kam die Meldung, dass die Brandsicherheit ausgefallen sei.“ Auch wenn es eine Havarie war und Specht mit seinen Angestellten die Kunden aus dem Markt bitten mussten, um die Türen manuell zu schließen – „es gab keinerlei Panik, alle haben sich ziemlich schnell in die Situation reingefunden. Es ist doch eigentlich gut, dass im Ernstfall alles funktioniert hat“, sagt er.

Und erzählt, dass etliche Leute die Situation sogar mit Humor genommen hätten: „Dass hier in Ludwigsfelde, wo im Moment fast mehr Kräne stehen als es beim Bau des Potsdamer Platzes gab, nicht noch wesentlich mehr passiert, ist ja fast ein Wunder...“ Gegen halb neun, so Edeka-Chef Specht, habe der Markt wieder geöffnet werden können.

Von Jutta Abromeit

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